Kultur

Hier pusten über 180 Alphörner im Chor: Folklore pur am Alphornfestival in Nendaz

Folkloristisches Stelldichein mit mehr als 180 Alphörnern

Folkloristisches Stelldichein mit mehr als 180 Alphörnern

Am Sonntagmorgen fand in Nendaz im Kanton Wallis das traditionelle Gross-Konzert der Alphörner statt. Mehr als 180 Alphornbläser aus der Schweiz und vielen anderen Nationen intonierten gemeinsam verschiedenen Stücke. Ein ganzes Wochenende lang stand das traditionelle Volksfest im Zeichen zahlreicher folkloristischer Darbietungen. Zum Programm gehörten Jodel, Wettbewerbe mit Musikern aus aller Welt, etwa aus Japan und Amerika, ein grosser Umzug sowie ein Ländlerabend.

10'000 Besucher wurden am Wochenende am 16. Alphornfestival in Nendaz (VS) gezählt. Die Organisatoren ziehen eine «erfreuliche» Bilanz: Trotz Wetterpech entsprachen die Zuschauerzahlen dem Durchschnitt. Das lag auch an der starken Beteiligung am Wettbewerb.

Mit 103 Kandidaten aus vielen Ländern, darunter auch den USA und Japan, sei das Bewerberfeld das bisher zweitgrösste gewesen in der Geschichte des Festivals, sagte Beat Eggel, Präsident des Organisationskomitees, am Sonntag vor den Medien. Die grosse Mehrheit der Bläser sei aus der Deutschschweiz gekommen, aber immerhin ein Drittel reiste aus Deutschland, Frankreich und Belgien an.

200 Musiker nahmen am Gemeinschaftskonzert vom Sonntag teil, traditionell einer der Höhepunkte des Festivals. Der imposante Anlass findet an der Uferböschung des Tracouet-Sees statt, 2200 Meter über Meer.

Eine japanische Alphornbläserin, nachdem sie am Höhepunkt des Alphornfestivals in Nendaz, am Gemeinschaftskonzert mit rund 200 Bläsern, mitgemacht hat.

Eine japanische Alphornbläserin, nachdem sie am Höhepunkt des Alphornfestivals in Nendaz, am Gemeinschaftskonzert mit rund 200 Bläsern, mitgemacht hat.

Das Festival versteht sich als Schaufenster für das Volkstümliche. Deshalb wurden auch Volksmusik, Jodel, Fahnenschwingen und Treicheln geboten sowie ein grosser Umzug mit Gruppen, geschmückten Wagen, Kühen, Ziegen, Pferden und Bernhardiner-Hunden.

In der Schweiz wurde das Alphorn erstmals 1555 vom Zürcher Naturforscher Conrad Gessner erwähnt. Das Instrument wurde dazu benutzt, das Vieh zusammenzurufen. Auch Nachrichten wurden damit von Tal zu Tal weitergegeben. Seine heutige Form erhielt das Alphorn erst 1880.

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