In seiner letzte Spielzeit wolle er die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre weiterführen, sagte Delnon am Montag vor den Medien. Die Zahlen der laufenden Saison seien erfreulich.

Das Theater Basel habe bisher 155'934 Besucher empfangen; dies sind rund 22'500 mehr als im Vergleichszeitpunkt der vorigen Saison. Laut Delnon könnte dies seine beste Spielzeit werden.

In der nächsten Saison wird das Theater Basel 30 Premieren, darunter zehn Uraufführungen, zeigen. Der Katalane Bieito, der in Basel als "Artist in Residence" tätig ist, wird nebst "Otello" auch Mozarts Oper "Così fan tutte" präsentieren.

Für die Oper "Don Pasquale" konnte erneut der in Basel wohnhafte Komiker Massimo Rocchi als Regisseur und Schauspieler verpflichtet werden, der in der laufenden Saison mit Joseph Haydns Opera buffa "Lo Speziale" sein Bühnenregie-Debüt gab. Er gehe dieses Risiko nochmals ein, sagte Delnon.

Zum Abschied eine 48-stündige Vorstellung

Über die mythischen Kräfte des Föhns schrieb der kürzlich verstorbene Schriftsteller Urs Widmer einen Text zum Musiktheater "Föhn. Ein zyklisches Wetterspiel", das im September uraufgeführt wird. Die Musik dazu stammt Fortunat Frölich. Für Konzept und Regie zeichnet Christian Zehnder verantwortlich.

Das Schauspiel startet die Saison im Kanton Baselland, wo in Mettenberg in der Gemeinde Rümlingen der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann "Ume Mais Ume" - eine "musikalische Durchwanderung" zeigt. Über 100 Mitwirkende sollen vor Ort sein.

Uraufgeführt werden sodann ein Stück des Hausautors Wolfram Höll, ein neues Werk von Christoph Marthaler sowie die "letzten 48 Stunden". Mit diesem "theatralischen Feuerwerk" in Form einer 48-stündigen Vorstellung will sich das künstlerische Leitungsteam verabschieden.

Das Ballett unter Richard Wherlock zeigt unter anderem das Werk "Die Liebe kann tanzen" des deutschen Choreographen Stephan Thoss und Vivaldis "Juditha triumphans"; beide Stücke sind Uraufführungen.