Frauen sollen mit mindestens 50 Prozent unter den Künstlern, Gruppen und in den Kommissionen vertreten sein, erklärten die Veranstalter am Montag. Grosse Festivals schlossen sich der Initiative allerdings nicht an.

"Ich hoffe, dass dies der Anfang für eine ausgewogenere Industrie ist, die Vorteile für alle bringt", sagte Vanessa Reed, Vorsitzende des britischen Musikfonds PRS Foundation. Die Organisation führt die "Keychange" genannte Frauen-Initiative an.

38 Festivals schlossen sich der Initiative erst kürzlich an. Darunter ist die Musikmesse Midem in Südfrankreich, die BBC Proms mit klassischer Musik und das unabhängige New Yorker Festival A2IM. Aus der Schweiz ist kein Festival dabei.

Zuvor hatten sich schon sieben weitere Veranstaltungen angeschlossen. Besonders zahlreich beteiligt sind kanadische Festivals, darunter das Branchentreffen Canadian Music Week in Toronto.

Bei den grossen und einem breiten Publikum geläufigen Festivals sind Frauen auf der Bühne bislang eher selten zu sehen. Auf dem bekanntesten US-Festival Coachella im April beispielsweise ist mit der Sängerin Beyoncé nur eine Frau unter den drei Haupt-Acts.