Grease

Viel Schmalz und schräge Töne: Der coole Danny und die schüchterne Sandy gastieren in Basel

40 Jahre alt wird der Kult-Film Grease in diesem Jahr. Zum Jubiläum gibt’s eine modernisierte Version der Musical-Adaption – zu sehen auch in Basel bis Ende Woche.

Justin Timberlake, Miley Cirus, Justin Bieber, Amy Winehouse, Tokio Hotel, Britney Spears, Madonna, Michael Jackson, David Bowie, Diana Ross. All ihre Silhouetten flimmern über eine grosse Leinwand über der Bühne. Daneben stehen Jahreszahlen. Die Reihenfolge ist anachronistisch. Eine Reise zurück in der Musik-Historie. Genauer gesagt in 40 Jahre musikalischer Geschichte. Bis hin zum Jahr 1978. Dem Jahr, in dem ein Traumpaar kreiert und ein Hype entstanden ist: jener um den Film «Grease» mit John Travolta und Olivia Newton John in den Hauptrollen.

Mittlerweile ist die Geschichte des coolen Danny und der schüchternen Sandy allen bekannt. Diese High-School-Romanze, die so kompliziert beginnt wie sie schliesslich glücklich endet. Auf dem Weg zum grossen Glück durchleben Danny und Sandy Teenager-Liebes-Probleme – geprägt von Stolz, Gruppendruck, Leidenschaft, Angst und dem Auf und Ab einer heranwachsenden Beziehung.

Obwohl die Geschichte so simpel und so oft erzählt ist, ist sie noch immer ein grosser Erfolg. «Grease» ist eines der erfolgreichsten Musicals der Geschichte, insbesondere in der Schweiz. Rund 500 000 Besucher konnte die Bühnen-Adaption des Kino-Hits bereits in Schweizer Theatersäle locken. In den nächsten Tagen werden noch ein paar tausend Menschen mehr dazu kommen. Am Dienstagabend feierte die modernisierte, multimedialere Version des Kult-Musicals Premiere im Musical Theater Basel und eröffnete damit die Musical-Saison 2018/2019.

Das Feeling kommt – etwas spät

Die Show rund um die T-Birds und die Pink Ladies fasziniert auch 40 Jahre nach der Erstausstrahlung des Films. Selbst wenn die in Basel gastierende Produktion mit «Stars» angepriesen wird, diese sich aber nur als ehemalige Teilnehmer der Casting-Show «Deutschland sucht den Superstar» entpuppen. Gerade diese «Stars» sind es, die insbesondere zu Beginn der Premiere ihre Nervosität vor allem in der Stimme nicht kaschieren können und den einen oder anderen unsauberen Ton von sich geben. So lange die Darsteller gesangstechnisch brauchen, um bis kurz vor der Pause der rund zweistündigen Show richtig auf Touren zu kommen, so lange braucht es auch, bis das Publikum ganz warm wird mit der Show. Spätestens aber im zweiten Durchgang, wenn die grossen Hits wie «You’re the one that I want» oder «Hopelessly devoted» aufgeführt werden, kommt das «Grease»-Feeling rüber. Der ganz grosse Funke zündet an diesem Abend aber nicht.

«Grease – Das Musical» Noch bis 23. September im Musical Theater Basel. Tickets unter www.actnews.ch

Meistgesehen

Artboard 1