Das 5,5 Zentimeter hohe Kunstwerk sei jahrzehntelang irrtümlich für eine Darstellung ihres Gatten Pharao Echnaton (1353-1336 v.Chr.) gehalten worden, sagte der Ägyptologe Christian E. Loeben vom Museum August Kestner am Freitag.

Mit Kunstwerken aus Quarzit seien aber fast ausschliesslich Frauen dargestellt worden. Das Objekt ist vom 6. bis 10. Juni in einer Sonderausstellung auf einer Antikenmesse in Brüssel zu sehen. Im Katalog zu der Schau werden die neuen Erkenntnisse publiziert.

Jacques Billen, Organisator der Brüsseler Ausstellung BAAF ("Brussels Ancient Art Fair), sagte am Freitag über Loeben: "Er hat an etwas gedacht, woran früher niemals einer gedacht hat. Für die Wissenschaft ist das eine Sensation."

Nach der Schau in Brüssel wandert das Köpfchen wieder in die europäische Privatsammlung und bleibt der Öffentlichkeit verborgen. Loeben hofft jedoch, es für eine Sonderausstellung im Sommer 2013 in Hannover und Basel gewinnen zu können.