Gahse ist österreichisch-deutsch-schweizerische Schriftstellerin; geboren wurde sie indes 1946 in Budapest. Nach dem Ungarnaufstand 1956 flüchtete sie mit ihrer Familie zunächst nach Wien und übersiedelte dann ins deutsche Kassel. 1969 begann sie Beiträge für Zeitschriften und den Süddeutschen Rundfunk zu verfassen. Sie lebte lange in Stuttgart, zog dann nach Luzern und wohnt heute im thurgauischen Müllheim.

Ihr erster Roman "Zero", auf deutsch verfasst, erschien 1983; ihm folgten Romane, Erzählungen, Übersetzungen und unzählige weitere Veröffentlichungen. 2017 legte sie mit "Siebenundsiebzig Geschwister" ihr jüngstes Werk vor.

Die Jury begründet ihren Entscheid, Gahse mit dem Schweizer Grand Prix Literatur auszuzeichnen, "mit dem Interesse der Autorin für Sprache und Wörter und die Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene", heisst es in der Mitteilung. Darüber hinaus lobt die achtköpfige Jury an Gahses "originellem Werk zwischen Poesie und Prosa" den Sprachklang, den nicht nur spielerischen Witz sowie die Ironie.

Der Preis ist mit 40'000 Franken dotiert und wird Gahse am 14. Februar in der Nationalbibliothek in Bern verliehen.