Kolumne

Die Erntesaison ist noch lange nicht vorbei: Diese Gemüse und Salate sollten Sie jetzt setzen

Kälte und sogar Frost können dem Rosenkohl nichts anhaben.

Kälte und sogar Frost können dem Rosenkohl nichts anhaben.

In ihrer Kolumne verrät unsere Autorin Silvia Schaub die besten Tricks für einen grünen Garten. Diese Woche erklärt sie, welche Pflanzen jetzt gesetzt werden müssen, damit auch im Winter geerntet werden kann.

Nach der Ernte kommt das grosse Aufräumen – denken viele. Doch mit dem Herbst muss im Garten noch lange nicht Saison-Ende sein. Es gibt eine schöne Auswahl an Gemüsesorten, die lange in den Winter hinein im Boden bleiben dürfen, und andere, die man sogar bei kühleren Temperaturen noch pflanzen kann.

Fangen wir bei den Gemüsesorten an, denen der Frost nichts anhaben kann und die gern etwas länger im Beet bleiben. Rosenkohl zum Beispiel können Sie gut bis in den Februar hinein ernten. Wirsing, Schwarzwurzeln, aber auch Karotten und Lauch ertragen die Kälte und können nach Bedarf frisch geerntet werden. Vom Grünkohl sagt man sogar, dass er erst durch den Frost ein richtig gutes Aroma erhält. Auch Krautstiel ist erstaunlich frosthart.

Zum Glück, denn in diesem Jahr ist er bei mir besonders gut gewachsen, und ich komme fast nicht nach mit essen. Falls die Temperaturen doch tiefer fallen sollten, kann man bei den Pflanzen eine Mulchschicht auf den Boden geben, die sie besser schützt.

Spinat hasst Wärme, Pflücksalat ist gegen Kälte resistent

Wenn Sie ebenso wie ich finden, dass leere Beete eine Verschwendung sind, dann pflanzen Sie jetzt noch an. Ja, es gibt tatsächlich ein paar Gemüsesorten, die kühle Temperaturen mögen und deshalb jetzt gut wachsen. Paradebeispiel hierfür ist der Spinat, der nichts mehr hasst als Wärme. Wer jetzt ansät, wird nach sechs bis acht Wochen die ersten zarten Blätter ernten. Seine vielen Vitamine sind genau das Richtige, um gesund durch den Winter zu kommen.

Salat ist beileibe kein typisches Frühlings- und Sommergemüse. Für den Anbau im Herbst eignet er sich prima, insbesondere der Nüsslisalat. Jetzt angesät, kann er den ganzen Winter über geerntet werden. Wenn Sie sich ein bisschen beeilen, können Sie dazu auch noch Endivien, Friséesalat und vor allem den Winterkopfsalat Baquieu ansäen (Samen bei saemereien.ch erhältlich). Letzterer ist besonders frosthart. Auch robuste Asia-Salate und Pflücksalat sind resistent gegen die Kälte. Erntet man jeweils nur die äusseren Blättchen, treibt er immer wieder frisch aus.

Blumenkohl schätzt die nun kühlere Luft – und vor allem die Tatsache, dass es weniger Schädlinge hat. So ist sein Anbau im Herbst oft sogar ertragreicher als im Sommer. Manche wagen es auch, jetzt noch Krautstiel anzupflanzen, der übrigens besonders gut auf Beeten wächst, die vorher Erbsen oder Bohnen beherbergten.

Auch Knoblauch und Zwiebeln kann man noch im Oktober stecken. Sie überwintern problemlos in den Beeten und haben so schon einen guten Wachstumsvorsprung gegenüber den im Frühling gesteckten Zehen und Zwiebeln. Zudem vertreiben sie die Mäuse.

Und wer vorausplant, pflanzt bereits Rhabarber oder Stachelbeeren ein sowie winterharte Obstbäume wie Apfel, Birne oder Pflaume. Für sie alle ist der Oktober ideal, da sie so mehr Zeit für ihr Wurzelwachstum haben.

Vergessen Sie nicht, noch einige Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Tulpen, Schneeglöckchen oder Narzissen in die Erde zu drücken. Dann können Sie sich jetzt schon auf die Blütenpracht im nächsten Frühjahr freuen.

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