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Achtung: Gesundheits-Apps könnten die Sicherheit Ihrer Daten gefährden

Blutdruck messen und Schritte zählen – das machen Gesundheitsbewusste heute via Smartphone. Die Daten werden automatisch in einer Cloud gespeichert. Das kann ungesunde Folgen haben.

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Ob man nun durch den Wald walkt oder auf dem Bürostuhl in die Tasten haut, die Gesundheits-App auf dem Smartphone liefert ständig Daten über den aktuellen Gesundheitszustand. Das Smartphone als Fitness-Coach ist in.

Blutdruck, Herzfrequenz oder Schlafzeit: Meist werden die Daten via Uhr oder Armband am Körper gemessen und auf Computer, Tablet oder Smartphone übertragen. Diese wiederum schicken die Daten zum Speichern an eine Cloud.

Geschäftsbedingungen genau lesen

Genau hier verlieren die Nutzer dann die Kontrolle über ihre höchstpersönlichen Daten. Der eidgenössiche Datenschützer Hanspeter Thür warnt davor, dass Drittpersonen die Gesundheitsinformationen einsehen könnten.

«Diese Daten können eine Reihe von Interessierten auf den Plan rufen», sagt Thür. Im schlimmsten Fall sind das der Krankenversicherer oder der Arbeitgeber.

Der Datenschützer rät den Benutzern von solchen Apps deshalb, Geschäftsbedingungen jeweils genau zu lesen. Diese ändern zudem häufig, wenn zum Beispiel eine Firma von einer anderen übernommen wird. (smo)