Im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) hat Samsung in Berlin das Smartphone Galaxy Note 4 vorgestellt. Weitaus innovativer als das Handy selbst ist aber ein Accessoire dazu, das wie eine futuristische Taucherbrille aussieht.

Mit dieser Brille Namens Gear VR lässt sich in die virtuelle Welt eintauchen. Dafür steckt man einfach das Handy in die Brille. Auf dem Bildschirm werden dann zwei Bilder angezeigt – eines fürs linke und eines fürs rechte Auge. Dank zwei Speziallinsen in der Brille entsteht so ein räumlicher Eindruck: Wer sich die Brille aufsetzt, hat das Gefühl, er sei in einer anderen Welt.

Wenn auch in diesem Fall nur in der Welt des Hüpfspiels «Temple Run». Das Erlebnis, sich in einem Spiel selber zu befinden, ist beeindruckend. Auch wenn die Landschaft grafisch simpel daherkommt, die Perspektive – so zumindest der Eindruck eines kurzen Tests – nicht ganz stimmt und das Bild ziemlich grobpixelig ist. Letzteres erstaunt, da das 5,7 Zoll grosse Super-Amoled-Display des Note 4 eine vierfache HD-Auflösung darstellen kann.

Gebogen – aber nur ein bisschen

Für die Entwicklung der Gear VR arbeitet Samsung mit dem Start-up Oculus VR zusammen. Das Jungunternehmen, das diesen Frühling von Facebook aufgekauft worden ist, hat einen beeindruckenden Prototyp einer Virtual-Reality-Brille entwickelt. Die Handy-Brille von Samsung ist nun der Versuch, Virtual Reality einer breiten Masse zugänglich zu machen. Neben Spielen sollen auch speziell für die Brille aufbereitet Filme angeboten werden.

Zum Preis und zur Verfügbarkeit in der Schweiz gibt es noch keine Angaben.
An der Pressekonferenz hat Samsung gestern auch ein zweites Smartphone vorgestellt: das Note Edge. Es unterscheidet sich vom Note 4 lediglich durch seinen Bildschirm, der am rechten Rand nach hinten gebogen ist. Auf diesem Streifen lassen sich Bedienelemente anzeigen und Informationen – etwa Tweets – einblenden, ohne dass der Hauptbildschirm dafür in Anspruch genommen werden muss.

Bemerkenswert an den beiden Note-Geräten ist ihre Frontkamera, die sich dank einem Weitwinkel und einer Auflösung von 3,7 Megapixeln optimal für Selfies eignet. Das Galaxy Note 4 ist in der Schweiz ab Anfang Oktober in vier Farben für 899 Franken erhältlich.

Welche smarte Uhr solls sein?

Ferner hat Samsung eine neue Smartwatch präsentiert. Die Gear S verfügt über WLAN-Modul und SIM-Karte. Anders als andere Multifunktionsuhren kann man sie damit auch ohne Handy nutzen. Eine neue Smartwatch hat auch LG vorgestellt. Deren rundes Display sieht aus wie das Zifferblatt einer analogen Uhr. Sony hingegen setzt bei seinem Smartband auf ein energiesparendes E-Paper-Display, das auch in der Sonne gut lesbar ist.