Internetwährung
Nach jahrelangen Spekulationen: Der Bitcoin-Erfinder enthüllt seine Identität

Es galt als grösstes Geheimnis der Internet-Community: Wer ist der Gründer der virtuellen Währung Bitcoin? Nun hat ein australischer Unternehmen gegenüber den Medien offengelegt, der Erfinder des Krypto-Geldes zu sein.

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Der australische Unternehmer Craig Wright outet sich als Bitcoin-Gründer

Der australische Unternehmer Craig Wright outet sich als Bitcoin-Gründer

screenshot bbc

Der schlaue Kopf hinter der Krypto-Währung Bitcoin ist angeblich ein australischer Unternehmer namens Craig Wright. Dies berichtet die BBC am Montagmorgen auf ihrer Website. Damit hätten die jahrelangen Spekulationen um das Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Ende.

Laut Bericht hat Wright seine Identität gegenüber Journalisten der drei englischsprachigen Medien BBC, «Economist» und GQ offengelegt (und durch technische Schritte glaubhaft bewiesen).

Er wolle weder Ruhm, noch Geld, sondern in Ruhe gelassen werden, sagt der Computer-Wissenschaftler und Geschäftsmann im Interview.

Mit dem Gang an die Öffentlichkeit hofft er, die weltweiten Spekulationen und unermüdlichen Recherchen zu beenden. Doch richtig Ruhe kriegen wird der laut Wikipedia-Eintrag 46-jährige Australier kaum. Zurzeit dürfte seine Mailbox wegen neuer Interview-Anfragen überquellen.

Hat er 430 Millionen auf dem Konto?

Wright war schon früher als Mr. Bitcoin verdächtigt, respektive vor wenigen Monaten gegen seinen Willen «geoutet» worden. Ende 2015 berichteten Wired und Gizmodo, dass die australischen Steuerbehörden bei ihm eine Hausdurchsuchung durchgeführt hätten. Daraufhin hefteten sich noch mehr Leute an seine Fersen.

Im BBC-Interview sagt Wright, der «Besuch» der Steuereintreiber habe nichts mit Bitcoin zu tun gehabt, die Probleme seien beigelegt.

Interessant: Der Mann mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto soll über rund eine Million Bitcoins verfügen, das entspricht aktuell einem Gegenwert von gut 430 Millionen Franken.

Laut BBC-Bericht sind zurzeit 15,5 Millionen Bitcoins im Umlauf. Eine Münze der digitalen Währung war am Montag 434 Franken wert.

Bitcoin hat sich als Quasi-Standard bei den digitalen Währungenetabliert, der Ruf wird aber immer wieder durch Skandale und Hackerangriffe auf beteiligte Institutionen erschüttert. (dsc, watson.ch)