Nicht für Patienten

Mehrere 100'000 Mal stärker als das Magnetfeld der Erde: In Bern sind neue MRI-Geräte angekommen

Neue MRI-Geräte für Bern

Die Tomographen mussten durch ein nur drei mal drei Meter grosses Loch zu ihrem Bestimmungsort abgelassen werden.

Spektakuläre logistische Aktion in Bern: Zwei tonnenschwere MRI-Geräte sind am Dienstag ins nationale Kompetenzzentrum für Translationale Medizin – «sitem-Insel» – transportiert worden. Sie sind das Herzstück des neuen Zentrums, dass offiziell Ende August eröffnet wird.

Beide Geräte wurden von Spezialisten über eine drei mal drei Meter grosse Bodenöffnung einzeln ins zweite Untergeschoss des Neubaus eingebracht. Von dort wurden die Geräte 100 Meter weit an ihren Bestimmungsort transportiert.

In der Regel werden schwere Ausrüstungen und Geräte über Rampen in ein Gebäude gebracht. In diesem Fall entschieden sich die Bauingenieure anders: Wegen der knappen Platzverhältnisse und der Kosten gaben sie einem Bodentor den Vorzug. Teure Rampen und grosse Tore wurden daher nicht gebraucht.

Nicht für Patienten

Die Geräte wiegen bis zu 20 Tonnen, das grössere der beiden kann ein Magnetfeld erzeugen, das mehrere hunderttausend Mal stärker ist als das Magnetfeld der Erde. Die Geräte sind laut «sitem-Insel»-CEO Simon Rothen im Untergrund platziert worden, damit dieses Magnetfeld abgeschirmt ist und so nicht andere Geräte stören kann. 

Die Geräte werden aber nicht direkt am Patienten angewendet. «sitem-Insel» soll Forschungsresultate in die klinische Praxis überführen und die industrielle Produktion verbessern.

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