Gesundheitskosten

Ein Skiunfall kostet durchschnittlich 7250 Franken

Zusammenstösse sind die häufigsten Skiunfälle (Archiv)

Zusammenstösse sind die häufigsten Skiunfälle (Archiv)

Ski- und Snowboard-Unfälle sind meist teuer, das zeigt eine unveröffentlichte Studie der Bâloise, die der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vorliegt. 7250 Franken kostet durchschnittlich ein Wintersportunfall.

Die Kosten in die Höhe treiben zum einen die komplizierten Verletzungen sowie die teilweise langen Arbeitsausfälle. Stürzt ein Skifahrer, wird das Knie am häufigsten in Mitleidenschaft gezogen. Und zwar in 36 Prozent der Fälle. Betroffen sind am meisten die 41- bis 50-Jährigen beider Geschlechter.

Anders sieht es bei den Snowboardern aus. Hier verunfallen in erster Linie junge Männer zwischen 21 und 30 Jahren. Und die Verletzungen verteilen sich auf mehrere Körperteile. So sind häufig die oberen Extremitäten wie Schultern, Arme und Handgelenke betroffen.

Auch gibt es bei den Snowboardern mehr Kopfverletzungen. «Bei Skiunfällen sind die Verletzungsfolgen meist gravierender», stellt Lucien Duc von der Bâloise fest. Dies hänge zum einen mit dem Alter der Verunfallten zusammen und zum anderen mit den Verletzungen. So haben meist Knieverletzungen teure Operationen und einen langwierigen Heilungsverlauf zur Folge.

Für Duc steht deshalb fest: «Knieverletzungen vorzubeugen, muss im Fokus stehen.» Das Material regelmässig prüfen lassen, richtiges Aufwärmen – und die Skifahrer sollten sich auch körperlich auf die Saison vorbereiten. «Wer das ganze Jahr über keinen Sport macht, hat ein deutlich höheres Risiko, sich zu verletzen.» Besonders weil durch die Carving-Ski die Krafteinwirkung auf die Gelenke zugenommen hat.

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