Sprechstunde

Eine gesunde Hautbräune gibt es nicht

Vor allem um die Mittagszeit sollte die direkte Sonne gemieden werden. (Symbolbild)

Vor allem um die Mittagszeit sollte die direkte Sonne gemieden werden. (Symbolbild)

Die «Sprechstunde» wird vom Kantonsspital Baselland und dem Universitätsspital Basel bestritten. Sie erscheint alle zwei Wochen. Prof.Dr. Peter Itin ist Chefarzt Dermatologie und Leiter des Zentrums für Hauttumore am Universitätsspital Basel.

Zwischen 10 und 14 Uhr sollte man die direkte Sonnenexposition vermeiden und möglichst den Schatten aufsuchen. Ist man dennoch in dieser Zeitspanne an der Sonne, sollte man einen Hut, langärmlige, eher dunkle und dicht gewobene Kleider und eine Sonnenbrille tragen und die Haut mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (Faktor 50) einreiben.

Besondere Vorsicht ist auch in den Bergen angesagt, da die Sonnenintensität mit zunehmender Höhe stärker wird. Die Sonnenreflexion an Schneedecken oder am Wasser führt ebenfalls zu einer intensiveren Exposition. Wichtig ist, dass die Sonnencreme etwa 30 Minuten vor der Sonnenexposition aufgetragen wird und dass alle exponierten Hautareale eingerieben werden.

Nach dem Schwimmen und Abreiben der Haut sollte die Sonnenschutzcreme erneut aufgetragen werden. In der Regel lässt die Wirkung nach zwei bis drei Stunden wieder nach. Besonders oft gehen Ohren und die Region um die Augen beim Eincremen vergessen. Achten Sie beim Kauf einer Sonnencreme darauf, dass neben dem Schutz gegen UV-B-Strahlen auch ein Gütesiegel für die UV-A-Strahlenqualität vorhanden ist.

Auf jeden Fall muss die Entstehung eines Sonnenbrandes vermieden werden. Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass es die gesunde Bräune nicht gibt. Die Braunfärbung der Haut nach Sonnenexposition ist Ausdruck einer Hautschädigung durch die Sonne. Ohne Schädigung der Erbsubstanz in der Haut gibt es keine Bräunung. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch in der Klinik für Dermatologie am Universitätsspital Basel.

Der weisse Hautkrebs tritt zu etwa 75 Prozent in der Kopf/Hals-Region auf. Eine besondere Form des schwarzen Hautkrebses, das Lentigo-maligna-Melanom, tritt ebenfalls meistens im Gesicht auf. Prinzipiell kann aber Hautkrebs, sowohl der weisse als auch der schwarze, an jeder Stelle des Körpers auftreten.

Bei neu auftretenden Hautflecken, welche asymmetrisch sind und inhomogen pigmentiert sind oder bogige, unregelmässige Begrenzung zeigen und eine Dynamik aufweisen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Knotige Veränderungen, die zeitweise bluten und eine Wachstumstendenz zeigen, sollten ebenfalls ärztlich beurteilt werden.

Ist es zu einem Hautkrebs gekommen, bietet das Zentrum für Hauttumore am Universitätsspital Basel spezialisierte Behandlungen an. Fälle von Tumorpatienten werden individualisiert mit Vertretern der beteiligten Fachrichtungen besprochen, und das weitere Vorgehen betreffend Diagnostik und Therapie wird gemeinsam nach internationalen Richtlinien und dem neusten Stand der Forschung festgelegt.

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