Alterspflege

Gegen Angst, Traurigkeit oder Unruhe: Solche Räume sollen Demenzkranken helfen

Gegen Angst, Traurigkeit oder Unruhe: Solche Räume sollen Demenzkranken helfen

Ein Besuch im Snoezel-Raum im Pflegezentrum in Baar.

«Snoezelen» ist ein Phantasiewort. Es steht für eine Therapieform aus den Niederlanden, bei der Klänge, Düfte und Farben zum Einsatz kommen. Weshalb auch in Schweizer Altersheimen sogenannte Snoezel-Räume eingerichtet werden.

Es geht um Gefühle. Gute Gefühle. Mit frischen Rosen, farbig sprudelnden Wassersäulen, Projektionen, Düften oder Musik versucht Snoezel-Therapeutin Katijana Harasic bei demenzkranken Bewohnern des Pflegezentrums in Baar ZG schöne Erinnerungen zu wecken. Etwa an den einst so blühenden Garten.

Im Snoezel-Raum sollen die Senioren Ängste ablegen, Vertrauen gewinnen und sich entspannen können, sagt die Therapeutin im Beitrag des Gesundheitsmagazins «CheckUp».

Dort ist die Therapieform anhand des Zuger Beispiels vorgestellt worden – zusammen mit dem Hinweis, dass die Zahl der Demenzkranken in der Schweiz aus demografischen Gründen zunehmen wird. In 20 Jahren wird es laut dem TV-Magazin schätzungsweise über 300'000 Betroffene geben, das sind doppelt so viele wie heute.

Studien bestätigen die Wirkung

Snoezelen, sprich «Snuuseln», ist bereits Ende der 70er-Jahre in den Niederlanden erfunden worden. Angewendet wird die Therapie in Belastungssituationen, bei psychischen Erkrankungen oder bei Schmerzen. Studien bestätigen die Wirkung.

In Baar soll den demenzkranken Senioren so zu mehr Wohlbefinden verholfen werden. Nicht nur ihnen: Ein Snoezel-Wagen bringt Farben, Düfte, Licht und Klänge auch zu bettlägerigen oder Palliativ-Patienten. (smo)

Gesundheitsmagazin CheckUp jeden Montag um 18.20 Uhr mit stündlichen Wiederholungen – auf Tele Züri und Tele M1.

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