Festtags-Tipp

Rollmops, Nikotin und Konterbier: Mit diesen Tipps lässt sich der Kater verhindern

Gerade um das alte Jahr zu verabschieden, stosst man gerne mit einem Glas Champagner an.

Gerade um das alte Jahr zu verabschieden, stosst man gerne mit einem Glas Champagner an.

Während den Festtagen eilt man meist von einem Familienfest zum nächsten. Der Wein fliesst, an Silvester kommt noch ein Gläschen Champagner dazu – und am nächsten Tag hat man einen Brummschädel. Doch wie lässt sich das verhindern? Wir haben die besten Tipps gesammelt.

Die meisten, die gerne ein Glässchen oder zwei trinken, sind am nächsten Morgen aufgewacht und kennen das Gefühl: Der Schädel brummt, grelles Licht ist eine Qual, oftmals wird man von Übelkeit oder Schwindelgefühl geplagt.

Das ist kein Wunder, denn ein Kater ist nichts anderes als eine leichte Alkoholvergiftung – der Körper ist also geschädigt.

Es gibt jedoch zahlreiche Wege, wie man versuchen kann, die Kopfschmerzen zu verhindern – oder zu bekämpfen. Zuerst kommen fünf Tipps für vor oder während dem Trinken und danach nochmals fünf Tipps für den Tag danach, falls doch alles Aufpassen nichts genützt hat.

1. Viel Essen

Wenn man vor dem Feiern viel isst, kann man eine gute Grundlage schaffen – anders gesagt wird gerade auf nüchternen Magen der Alkohol schneller ins Blut getragen. Vorallem fettiges Essen zeigt sich hier als nützlich. Fett verlangsamt die Alkoholaufnahme deutlich. Da helfen auch Erdnüsschen oder Käse während dem Feiern.

Nikotin und Alkohol ist sowohl während als auch nach dem Trinken nicht das Optimale.

Nikotin und Alkohol ist sowohl während als auch nach dem Trinken nicht das Optimale.

2. Wasser trinken

Ein Kater entsteht dann, wenn der Körper wegen zu viel Alkohol dehydriert ist. Es ist also nur logisch, dass stetige Wasserzufuhr hilft, diesem entgegenzuwirken. 

Als Faustregel wird oft gesagt, dass man ein Glas Wasser pro alkoholisches Getränk trinken soll.

Brummende Kopfschmerzen und Übelkeit - Was hilft?

Brummende Kopfschmerzen und Übelkeit - Was hilft?

Nach einer durchzechten Silvesternacht und viel Alkohol wird der nächste Tag meistens eine Tortur. Mit welchen „Hausmitteln“ kann man dem Kater entgegenwirken?

3. Wahl der Getränke

Klingt seltsam, ist aber so: Es gibt Getränke, die eher zu einem Kater führen können als andere.

Zucker und Kohlensäure, beispielsweise, beschleunigen die Aufnahme des Alkohols. Doch auch der sogenannte Fusel ist gefährlich: Alkohole, welche im Fass gelagert worden sind, können auch giftiges Methanol oder Isobuthanol beinhalten. 

Davon stammt übrigens auch der Begriff Fusel – also minderwertiger Schnaps, welcher einem oft mit Kopfschmerzen erwachen lassen.

Getränke, welche solche Fuselalkohole beinhalten können, sind etwa Obstbrandt, Whisky, Whiskey oder auch Rotwein.

4. Nicht Rauchen

Durch den Konsum von Nikotin wird die Aufnahme von Alkohol im Blut verlangsamt. Dadurch hat man das Gefühl, noch mehr zu mögen – es kann also damit enden, dass man mehr trinkt, als man eigentlich mag. Zudem verhindert das Nikotin auch den Abtransport der Giftstoffe, die der Alkoholkonsum zurücklässt.

Es gibt zahllose alkoholische Getränke – die Auswahl kann den Kater beeinflussen.

Es gibt zahllose alkoholische Getränke – die Auswahl kann den Kater beeinflussen.

5. Verzicht

Das sicherste und einfachste Rezept gegen einen Kater ist, einfach darauf zu verzichten. Klappt zu 100%. Wer trotzdem lieber mit Champagner als Rimuss anstossen möchte, kann einfach auf kleinere Mengen ausweichen – und etwa grössere Pausen zwischen den einzelnen Drinks einlegen.

6. Katerfrühstück

Wie das Frühstück am Tag danach genau aussieht, ist jedem selbst überlassen. Ist etwa die Übelkeit zu stark, kann man einen Kräutertee – beispielsweise Melisse – zu sich nehmen, das hilft gegen Magenbeschwerden.

Käse ist fettig und eignet sich daher hervorragend als Grundlage für einen feucht-fröhlichen Abend.

Käse ist fettig und eignet sich daher hervorragend als Grundlage für einen feucht-fröhlichen Abend.

Wenn man es sich jedoch zutraut, kann man auch ein ausgiebiges Frühstück zu sich nehmen. Auch hier: Je reichhaltiger desto besser! - etwas Salziges, um den Elektrolyten-Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen, etwas Süsses, damit das Blut schneller fliesst und so das Gift schneller abtransportiert wird. Auch (wahlweise mit Wasser verdünnter) Fruchtsaft hilft dank den Mineralien und Vitaminen.

Worauf hingegen verzichtet werden sollte, ist Kaffee: Dieser hat ebenfalls eine dehydrierende Wirkung und lässt den Körper noch stärker austrocknen.

7. Viel trinken

Auch am nächsten Tag nochmals das gleiche: Falls es am Abend vergessen ging, jetzt nachholen: Wasser, Wasser und noch mehr Wasser. Der Kater ist oftmals eine Dehydrierung des Körpers, er schreit also förmlich nach Flüssigkeit.

Im Übrigen ist stilles Wasser gesünder als mit Kohlensäure versetztes. Das Prickeln kann dem empfindlichen, katergeplagten Magen schaden.

8. Kühlung

Wenn sich der Kopf anfüht, als würde er platzen, kann man ein feuchtes Tuch oder ein Kühlpad auf die Stirn packen. Damit werden die Blutgefässe verengt und der Schmerz nimmt ab.

Manchmal hilft bei einem Kater nur noch Bettruhe.

Manchmal hilft bei einem Kater nur noch Bettruhe.

9. Pfefferminzöl

Was ebenfalls schnell und effektiv hilft, ist Pfefferminzöl: Auf Nacken und Schläfen einreiben. Der Geruch sorgt für eine entspannte Muskulatur – was wiederum bewirkt, dass die Kopfhaut besser durchblutet wird.

10. Frische Luft

Ein Spaziergang am Morgen danach hilft gleich aus zwei Gründen: Einerseits kommt durch die frische Luft mehr Sauerstoff in die Lunge, andererseits wird durch die Bewegung der Kreislauf angeregt, das Blut schneller durch den Körper gepumpt und somit das Gift schneller abtransportiert. 

Als zusätzlicher Tipp: Sonnenbrille anziehen hilft gegen die Lichtempfindlichkeit.

Zusatz: Konterbier

Über die Wirkung des Konterbiers, also etwas Alkoholisches um dem Kater entgegenzuwirken, scheiden sich die Geister: Einerseits könne so der Kater verschoben werden, jedoch wird die Leber so weiter belastet, man führt dem Körper weiter Gift (in Form von Ethanol und Methanol) zu und dehydiert den Körper weiter. 

Von einem Konterbier wird generell eher abgeraten.

Von einem Konterbier wird generell eher abgeraten.

Autor

Matthias Hug

Matthias Hug

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