Fohlen

Aus dem Leben eines Reitpferdes: Safir ist erst zweieinhalb Wochen alt, warum er jetzt schon lernen muss

Aus dem Leben eines Fohlens: Safir ist erst zweieinhalb Wochen alt, warum er jetzt schon lernen muss

Erst wenige Wochen alt und schon gibt es erste «Lektionen»: Hengst Safir startet in das Leben eines Reitpferdes.

Früh übt sich, was dereinst ein Reit- oder Dressurpferd werden soll. Hengstfohlen Safir wird bereits kurz nach der Geburt an Berührungen, Halfter und Strick gewöhnt. Das – vorerst erste – Ziel: seine Präsentation an der Fohlenschau. Dort soll er eine künftige Besitzerin oder einen Besitzer finden.

So klein ist er vor allem süss. Doch bald wird aus dem zweieinhalb Wochen alten Fohlen ein grosser Hengst. «Ganz ein Grosser», wie Thomas Lustenberger stolz sagt. Zusammen mit seinem Bruder Sepp züchtet er in Hasle im Entlebuch Schweizer Warmblutpferde.

Thomas Lustenberger war bei Safirs Geburt dabei. «Als er zum ersten Mal aufgestanden ist, habe ich gesehen, dass das ein ganz tolles Fohlen geben wird, elegant, mit schönem Ausdruck.»

Erste «Lektionen»

Noch ist das Fohlen ganz auf seine Mutter fixiert, bis zu 25 Liter Milch trinkt der junge Hengst in den ersten Wochen täglich. Doch bald kommt der Zeitpunkt, in dem er selbstständiger wird – und schliesslich seine Mutter verlässt. Zu einer passenden Halterin oder einem passenden Halter soll er dann kommen.

Die beiden Züchter suchen diese für ihre Tiere jeweils an einer Fohlenschau. Damit er dort einen guten Eindruck macht, fängt für Safir bereits jetzt die Ausbildung an. Sepp Lustenberger übt mit ihm, ein Halfter anzulegen und sich dann neben seiner Mutter am Strick führen zu lassen. 

Nervös und unsicher

Safir macht das zuweilen nervös. «Er ist natürlich auch unsicher», sagt Sepp Lustenberger. Die frühen «Lektionen», wie er es nennt, sind wichtig für Mensch und Tier. «Wenn man das drei, vier Monate versäumt, gibt das später einen Kampf – für uns und für das Fohlen auch.»

Sepp Lustenberger gewöhnt Safir auch daran, an den Ohren und am Genick berührt zu werden. Nicht zuletzt kann so seine Frau dem kleinen Hengst die Mähne zöpfeln für seinen grossen Auftritt an der Fohlenschau. Die Sendung tierisch begleitet Safir bis an die Auktion. (smo)

Meistgesehen

Artboard 1