Holz

Holz kann dank neuer Technologien und Herstellverfahren mittlerweile problemlos mit anderen Baustoffen wie Beton oder Stahl mithalten. Es ist vielseitig und leicht zu bearbeiten, von hoher Festigkeit, frei von Emissionen, elektrostatischer Aufladung oder Strahlung. Auf Holz-Labels wie FSC, PEFC oder HSH (Schweizer Holz) achten.

Gips

Gips wird in Schweizer Steinbrüchen als Rohgips gewonnen und ist damit einer der wenigen Bodenschätze, der in ausreichenden Mengen vorhanden ist. Gips reguliert das Raumklima, kann rezykliert werden und ist vielfältig einsetzbar, beispielsweise als Stuckgips oder zur Fertigung von Gipsfaserplatten oder Gipsdielen.

Hanf

Aufgrund seiner nachhaltigen – Hanf wächst schnell – und wohngesunden Eigenschaften wird Hanf als Baustoff immer beliebter. Von Bodenplatten über Wände bis zu Ziegeln, Putz oder Dämmwolle kann Hanf in unterschiedlichen Herstellungsverfahren verwendet werden. Gerade entsteht in Flims das erste Schweizer Haus aus Hanfziegeln.

Flachs

Flachs ist eine Faserpflanze mit vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Insbesondere als Dämmstoff wird Flachs gerne eingesetzt, hierfür kann sogar die komplette Pflanze verarbeitet werden. Zu losem Stopfmaterial, Matten, Platten oder Schnüren verarbeitet wird der Rohstoff gerne bei der Wärmedämmung und der Trittschalldämmung, z. B. in Parkett, verwendet.

Eine alte Kulturpflanze, die zur Faser- (Faserlein) und zur Ölgewinnung (Öllein, Leinsamen, Leinöl) angebaut wird.

Flachs

Eine alte Kulturpflanze, die zur Faser- (Faserlein) und zur Ölgewinnung (Öllein, Leinsamen, Leinöl) angebaut wird. 

Linoleum

Linoleum spielt insbesondere bei Bodenbelägen eine Rolle und wird häufig für ein synthetisches Produkt gehalten. Doch bei den Rohstoffen für Linoleum handelt es sich fast ausschliesslich um natürliche Materialien. Der Hauptbestandteil und Namensgeber Leinöl ist natürlich und biologisch abbaubar. Linoleumböden bestehen meist aus einer Mischung aus Leinöl, Holz- oder Korkmehl, Naturharzen, Kalksteinmehl, Jute und anderen mineralischen Füllstoffen sowie natürlichen Farbstoffen. Linoleum ist daher frei von Lösungsmitteln, Weichmachern und anderen bedenklichen Wohngiften.

Lehm

Lehm erfährt eine Renaissance, denn er sorgt für ein gesundes Raumklima, schont Umwelt wie Ressourcen und lässt sich komplett rezyklieren. Eingesetzt wird er z. B. im Mauerwerk, als Lehmziegel, Lehmfarben oder in Form von Lehmbauplatten als Wärmedämmung, Putz oder Mörtel. Daher existieren aus Lehm sogar mehrstöckige Gebäude.

Bambus

Gerade für wärmere Regionen ist der schnell wachsende Bambus ein vielversprechender Baustoff. Die hohe Zugfestigkeit seiner holzigen Fasern haben Forscher genutzt, um ein Bambus-Komposit zu entwickeln, das sich als Verstärkung von Betonteilen einsetzen lässt. Damit tritt Bambus in Konkurrenz zum Stahl – dem neben Beton wichtigsten Baustoff der Gegenwart.

Pilze/Myzel

Forscher testen zurzeit ein Baumaterial, das aus Myzelien besteht, dem Wurzelgeflecht von Pilzen. Ein erstes Objekt aus Pilzstein (Myco Tree) war auf der „Biennale of Architecture and Urbanism“ in Seoul (Südkorea) zu sehen. Der Pilzstein ist ultraleicht, wird bei Bedarf und nach Mass gezüchtet und ist kompostierbar. Als Dämmstoff wird er bereits eingesetzt, als Baustein muss er sich noch beweisen.