Leben

Bei der komplett digitalen Uhr ist die Eleganz weg

Die Galaxy Watch 2 muss regelmässig wieder aufgeladen werden.

Die Galaxy Watch 2 muss regelmässig wieder aufgeladen werden.

Fitnessfreaks und Selbstvermesser haben Freude an der neuen Galaxy Watch Active 2. Doch die Optik der Uhr ist gewöhnungsbedürftig, meint unser Autor.

Es war das perfekte Zusammenspiel zwischen analog und digital. Die Galaxy Watch von Samsung liess sich über die Lünette, den Ring ums Zifferblatt, bedienen. Dabei erzeugte jeder kleine Dreh ein charismatisches Klicken. Ich konnte stundenlang am Rad drehen und mich über diese mechanische Eleganz erfreuen.

Bei der Galaxy Watch Active 2 geht das nicht mehr. Hier ist alles digital. Nur Touchscreen. Passend für eine leichte Sportuhr, wird sich Samsung gedacht haben. Die Bedienung funktioniert auch so, macht aber weniger Spass.

Der Aufbau der Menüs ist durchdacht, man findet sofort, was man braucht. Überzeugt haben mich vor allem die Gesundheitsfunktionen: Ich kenne nun die tägliche Anzahl Schritte, meinen Puls und weiss, dass ich ziemlich entspannt durchs Leben gehe. Letzteres hat mir der Stresstest gezeigt.

Optisch erinnert mich die Uhr an die Notfallarmbänder mit Alarmknopf, mit denen ältere Leute manchmal ausgerüstet werden. Zumindest dann, wenn das Zifferblatt dunkel ist. Aus ästhetischen Gründen habe ich deshalb die Always-on-Funktion aktiviert und ein Zifferblatt im knalligen Neongelb gewählt. Das Problem dabei: Der Akku geht schneller zur Neige.

Das kann ärgerlich sein: Beim Joggen, angetrieben durch junge ausdauernde Kollegen, schien ich gerade den Lauf meines Lebens zu machen. Leider ging der Akku aus, bevor ich die Ziellinie erreicht hatte. Seither lade ich die Uhr jede Nacht. Was einen neuen Nachteil offenbart: An der Steckdose statt am Handgelenk kann ich meinen Schlaf nicht mehr tracken.

© CH Media

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