Spieltipps

Besser als Videogames: Diese 6 analogen Spiele sind die perfekten Weihnachtsgeschenke

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Es gibt sie noch, die guten klassischen Spiele. Mit Karten und Würfel, Geschick und Glück kommen vom Vierjährigen bis zur Grossmutter alle in Spiellaune.

Für die Kleinen: Geistesblitz

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Die Geistesblitz-Spielreihe ist ein Verkaufsschlager. Jetzt gibt es auch eine Version für kleine Kinder ab vier Jahren. Schweinchen, Frosch, Küken und Gespenst stehen in der Tischmitte, eine Karte wird aufgedeckt, die drei Figuren zeigt, allerdings nicht immer in den korrekten Farben.

Jetzt grapschen alle nach jenen Tierchen, die in Farbe und Form mit denen auf der Karte übereinstimmen. Das ist Hektik pur, und wenn ein Grosser mal wieder ein gelbes Schweinchen für das Küken gehalten hat, freuen sich die Kinder doppelt. Das funktioniert schon mit Vierjährigen, die sehr schnell flinker sind als die staunenden Eltern – und die Grosseltern sowieso.

Geistesblitz Junior
von Jacques Zeimet, Zoch Verlag
2–6 Spielende ab 4 Jahren
ca. 18 Fr.

Für Dino-Fans: Draftosaurus

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Irgendwann entwachsen Kinder den reinen Kinderspielen, dafür bringt der Verlag Board Game Box aus dem Kanton Luzern eine überall beliebte Geheimwaffe aufs Spielbrett: Dinos! Das kleine Spiel «Draftosaurus» besteht zu 90 Prozent aus putzigen Holzsauriern, die von den Spielenden nach einfachen Regeln in einem kleinen Park angesiedelt werden.

Sind jeweils zwölf Riesenechsen platziert, findet eine kurze Wertung statt, und der schönste «Jurassic Park» gewinnt. «Draftosaurus» dauert eine Viertelstunde und bietet einen interessanten Mechanismus: Die Spielenden halten ihre Dinos verdeckt in der Hand, wählen gleichzeitig einen aus für ihren Park und reichen die restlichen an die Nachbarn weiter. So spielen alle gleichzeitig, niemand kann sich langweilen und genötigt fühlen, aufs Smartphone zu schauen. Mehr kann man von so einem kleinen Spielchen nicht verlangen.

Draftosaurus
von Antoine Bauza et al., Board Game Box
2–5 Spielende, ab 6 Jahren
ca. 25 Fr.

Für Teenager: Klask 4

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Teenager dazu zu motivieren, mit den Familie am Tisch ein klassisches «uncooles» Brettspiel zu spielen, kann ganz schön schwierig sein. Für solche Fälle gibt es «Klask 4», eine Mischung aus Tischfussball und Air Hockey und sicher kein klassisches Gesellschaftsspiel. Rasend schnell verläuft eine Viererpartie, bei der alle versuchen, den anderen Tore einzuschenken und selbst ihren Magnetspieler nicht zu verlieren.

Das ist ein «Tipp Kick» auf Speed und lädt zu längeren Turnieren ein. Gerade wenn eine grössere Gruppe zusammenkommt – Familientreffen an Weihnachten –, können sich immer mal wieder vier an einen Nebentisch zurückziehen. Von einem dänischen Tüftler erdacht und seit 2013 zuerst noch in Handarbeit erstellt, wurde es durch den Wädenswiler Verlag Game Factory bekannt gemacht und bis heute weltweit über eine halbe Million Mal verkauft. Aber beim Verschenken daran denken: «Klask 4» ist zu zweit oder dritt nicht spielbar.

Klask 4
von Mikkel Bertelsen, Game Factory
4 Spielende, ab 8 Jahren
ca. 75 Fr.

Für zwei: Nova Luna

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Auch für zwei Spielende gibt es tolle Spiele, besonders gelobt wurde in den letzten Wochen «Nova Luna», ein Legespiel von Erfolgsautor Uwe Rosenberg und Corné van Moorsel. «Nova Luna» ist eine Art Kreuzung und geschickte Weiterentwicklung von Rosenbergs «Patchwork» und van Moorsels «Habitats». Aus der Mitte dürfen sich die Spielenden jeweils ein Plättchen nehmen, das sie in ihrer Auslage anlegen.

Hierbei gibt es natürlich spezielle Regeln zum Nehmen der Plättchen wie auch Regeln zum Anlegen der Plättchen. Das Ganze wird schnell zu einem spannenden und durchaus sehr taktischen Wettstreit, der zum Ende hin Hirnschmalz erfordert, will man gewinnen. Rosenberg hat in den letzten Jahren eine Reihe an Legespielen konzipiert, «Nova Luna» dürfte zu den stärksten gehören und auf einer Stufe mit dem Bestseller «Patchwork» rangieren.

Nova Luna
von Uwe Rosenberg und Corné von Moorsel,
Edition Spielwiese/Pegasus Spiele,
1–4 Spielende, ab 8 Jahren
ca. 30 Fr.

Für Solisten: Feuer frei!

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Dass auch Kartenspiele auf der Retrowelle surfen können, beweist «Feuer frei!» des Erfolgsautors Friedemann Friese. Auf den ersten Blick sieht das Spiel nämlich wirklich aus wie eine Kartenversion des Videospiels «Space Invaders», bei dem man mit in der Horizontalen beweglichen Kanonen auf anrückende Raumschiffe gefeuert hat. Das war einmal ganz grosse Unterhaltung – in den 70er-Jahren.

Wie gesagt, optisch erinnert «Feuer frei!» an das legendäre Spiel. Es spielt sich allerdings anders, eher wie eine Patience, bei der man die eigenen Waffen nach kniffligen Regeln mit genügend Energie versorgen muss, um die Aliens abzuschiessen. Allerdings verliert man mit jedem Schuss Energie, so dass man sehr gut haushalten sollte. Es wird also nicht locker am Joystick gezockt, sondern eher hin- und hergerechnet. Das macht durchaus Spass, und als besonderen Clou gibt es neun Level, durch die man sich spielen kann, bis man das Spiel endgültig besiegt hat.

Feuer frei!
von Friedemann Friese, 2F-Spiele
1–2 Spielende, ab 10 Jahren
ca. 23 Fr.

Für Familien: Deep Blue

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Tauchen ist ein grossartiges und logisches Thema für ein Spiel: Je tiefer man sich ins blaue Nass wagt, desto mehr und bessere Schätze kann man bergen – allerdings wird es immer gefährlicher. Dass man auch ertrinken kann, ist ein Risiko, das jeder irgendwann eingehen muss. Richtig gut ist, dass sich die Mitspielenden an Tauchgänge hängen können, so sind immer mehrere aktiv im Spiel und zittern mit.

Der Rest des Spiels ist auch gut durchdacht, und die Züge können sehr schnell abgewickelt werden, niemandem wird langweilig. «Deep Blue» ist ein schönes Familienspiel mit grossem Zockanteil, was aber bedeutet, dass man richtig gut spielen und trotzdem himmeltraurig verlieren kann – einfach weil man grosses Pech beim Tauchen hat. Wenn man das verkraften kann, ist «Deep Blue» ein schönes Spiel für lange verregnete Feiertage.

Deep Blue
von A. H. Granerud, D. Skjold Pedersen, Days of Wonder
2–5 Spielende, ab 8 Jahren
ca. 45 Fr.

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