Sommeraktion

Best of 10 Jahre Leserwandern – Teil 3: Immer dem gelben Pfeil entlang

Auch Schnecken lieben die Aargauer Wanderwege. (Distelberg, Aarau)

Auch Schnecken lieben die Aargauer Wanderwege. (Distelberg, Aarau)

Schweizerinnen und Schweizer sind Wanderer – dieses Jahr erst recht. Wir präsentieren als Ersatz für das abgesagte Leserwandern 2020 die 10 schönsten Wanderungen aus 10 Jahren Leserwandern.

Wanderempfehlung 5: Aussichten und Einsichten von Basel nach Reinach

Die Wanderung in Kürze:

Ausgangspunkt: Basel, Zoo

Wanderdaten: 12 Kilometer, 234 Meter Aufstieg, 167 Meter Abstieg

Reine Wanderzeit: 3 Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittel (mit Sportkinderwagen machbar)

Ziel: Rastplatz Leywald in Reinach (20 Minuten zu Fuss bis zur nächsten Tramhaltestelle)

Manchmal lohnt es sich für Wanderer, nicht ins Grüne zu fahren. Richtig gelesen. Auch die Städte stecken voller Überraschungen. Hier – und von hier aus – lassen sich schöne Fussmärsche unternehmen. Zu dieser Erkenntnis gelangten die Teilnehmer im Sommer 2015 auf der 18. Etappe, als sie durch Basel wanderten.

«Ein engagierter Stadtwanderer frönt nicht nur der Kunst des Flanierens, er verfolgt auch bauliche Entwicklungen oder begibt sich auf die Spuren von Gärten und Industrie», konstatierten wir damals.

Dass es in Strömen regnete, hielt 58 Leserwanderinnen und Leserwanderer nicht davon ab, von Basel nach Reinach zu marschieren. Nicht mal hundert Kilometer lang sind die Wanderwege im Kanton Basel-Stadt. Das Wegnetz ist im Vergleich zu jenen der Landkantone sehr klein, bietet aber beachtliche 40 Routen zur Auswahl. Vorbildlich ist auch die Signalisation: Als einer der ersten Kantone hat Basel-Stadt die Normen des Bundes für die Beschilderung umgesetzt.


Auf den beliebten Basler Routen bewegen sich Wanderer auf den Spuren des Rheins oder vorbei an Münster und Rathaus. Abwechslungsreich ist die 3. Etappe des Dreiland-Wanderwegs, die von Riehen nach Basel führt. Als Klassiker gilt die «Schweiz Mobil»-Route 483, bekannt als Bruderholzweg. Nicht zu vergessen ist die berühmte Via Gottardo, die in Basel startet.

Die Leserwanderer ihrerseits trafen sich beim Zoo. Von dort aus erreichten sie bald das Bruderholz, Basels südlichstes Wohnviertel und Naherholungsgebiet. Hier genossen sie das Panorama über die Stadt. Anschliessend ging es weiter ins nahe Reinach, wo sie im Leywald auf dem Skulpturenweg furchterregenden Wesen wie Drachen begegneten.

Wanderempfehlung 6: Im Egelsee zu baden, muss man sich verdienen

Die Wanderung in Kürze: 

Ausgangspunkt: Widen AG Dorf

Reine Wanderzeit: 2:30 Stunden

Distanz: 9,5 Kilometer

Auf-/Abstieg: 220/370 Meter

Wanderfreuden: Blick ins Reusstal, Bad im Egelsee

Hoch über Widen ist einer der schönsten Aussichtspunkte ins Limmattal und ins Reusstal. Der Blick in die Alpen bei Föhn ist unvergleichlich und Richtung Norden ist der Schwarzwald zum Greifen nah. Kein Wunder, dass ich die Organisatoren und Wanderleiter eine Wanderung mit diesem schönen Übergang vom Reuss- und Limmattal ausgesucht haben.

Die Abendwanderung des Leserwandern führte mit Start in Wangen an der Aare dem Fluss entlang nach Zuchwil bei Solothurn. Der Regen begleitete die Wangerschar. Aufgenommen am 20. Juli 2018 in der Nähe von Wangen an der Aare.

Roman Würsch ist Chef vom Dienst und hat seit 2015 die Wanderprojekte mitbetreut.

Die Abendwanderung des Leserwandern führte mit Start in Wangen an der Aare dem Fluss entlang nach Zuchwil bei Solothurn. Der Regen begleitete die Wangerschar. Aufgenommen am 20. Juli 2018 in der Nähe von Wangen an der Aare.


140 Wanderer hatten sich entschlossen, diese schöne Wanderung (23. Juli 2012), die auch Geschichten am Rande versprach, mitzumachen. Von Widen aus, wo es einen Kreisel mit einem von Bruno Weber gestalteten Kunstwerk gibt, geht es zuerst hinauf zum Hasenberg. Hoch über den Gemeindeteilen von Bergdietikon geht es dann Richtung Egelsee. Der grösste See, der ganz im Kanton Aargau liegt und für Wanderer, Biker und Jogger gleichermassen ein begehrtes Ziel ist – vor allem wenn man nicht vom Reuss-, sondern vom Limmattal aufsteigt. Der See ist weitgehend geschützt durch ein Naturreservat. Aber Baden, Grillieren und gemütliches Verweilen ist natürlich erlaubt.


Der See ist nach der letzten Eiszeit durch einen grossen Abbruch auf der Nordseite des Heitersberges entstanden. Über den etwas verwunschenen Ort, der sich heute im Besitz der Regionalwerke Baden befindet, gibt es eine Sage mit einer versunkenen Ritterburg.


Der Abstieg nach Spreitenbach ist zum Teil recht steil. Dazwischen gibt der Wald immer wieder ein Blick frei auf das Limmattal und Spreitenbach. Diesen Topos für eine vermeintliche Fehlplanung erreicht der Wanderer aber durch das wirkliche Dorf Spreitenbach, das bis zum Waldrand reicht. Durch den südlichsten Teil des modernen Spreitenbachs führt der Weg nach Killwangen, den unbekannten Nachbarn von Spreitenbach, wo der gemeinsame Bahnhof steht.

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