Umrahmt von Menschen mit seltsamen Gewändern, umzingelt von Kindern, ein Sack auf dem Rücken, an ungewohnten Orten und dann ist es erst noch dunkel und um den Hals hängt eine Glocke.

Für einen Esel ist der 6. Dezember alles andere als Alltag. Und der Schmutzli oder Samichlaus, der die Aufgabe hat, das Tier zu betreuen, ist in der Regel kein Eselexperte. Es braucht also etwas Vorbereitung, damit sich der Esel an seinem wichtigen Tag nicht von der störrischen Seite zeigt.

Auf dem Hof von  Edith und Wolfgang Müller-Heiniger in Grasswil im bernischen Oberaargau, können Mensch und Tier einen solchen Kurs absolvieren. Denn «Eselmüllers» sind, wie der Name schon sagt, Experten auf dem Gebiet der Grautiere. Die Sendung «Tierisch» hat reingeschaut. 

Die vertraute Stimme

«Esel und Samichlaus oder Schmutzli müssen sich kennenlernen», sagt Esel-Trainerin Edith Müller-Heiniger. «Denn Esel hören auf die Stimme und wenn sie diese kennen, vertrauen sie auch einem Menschen im für sie ungewöhnlichen Samichlauskostüm.»

Bei dem Kurs lernen die Esel zudem Schritt für Schritt, etwas auf dem Rücken oder eine Glocke zu tragen. Edith Müller-Heiniger rät den Schmutzlis und Samichläusen zudem, vor dem 6. Dezember mit ihren Tieren schon einmal im Dunkeln durchs Dorf zu gehen und ungewohnte Orte wie etwa ein Einkaufszentrum zu besuchen. (smo)