In der Küche ists am schlimmsten. «Der Küchenschwamm ist der am dichtesten besiedelte Ort, den man in einem Haushalt finden kann. In einem so kleinen Würfel leben wohl etwa so viele Mikroben wie in einem ganzen Menschen. Das sind mehr, als es jemals Menschen gegeben hat auf der Erde.»

Das sagt Markus Egert, Mikrobiologe an der Hochschule im deutschen Furtwangen. Er ist einer der renommiertesten Experten in Sachen Keime im Haushalt und hat über die menschliche Hygiene das Buch «Ein Keim kommt selten allein» geschrieben.

Igor Zilincan vom Gesundheitsmagazin «CheckUp» hat Egert zu sich nachhause eingeladen und sich von ihm zeigen lassen, wo die Keime sitzen und was dagegen getan werden kann.

Zahnbürsten im Geschirrspüler

Zum Küchenschwamm etwa rät Egert: regelmässig auswechseln, am besten ein bis zweimal im Monat. Denn die Keime vom Schwamm übertragen sich rasch auf roh verzehrte Lebensmittel wie etwa Salat, der in der Spüle gewaschen wird. Den Schwamm auswaschen, nützt übrigens nichts.

Besser sei es ohnehin, eine Bürste zu verwenden für den Abwasch. «Diese bietet den Keimen weniger Oberfläche.» Ob man diese in der Geschirrspülmaschine waschen sollte, wie das einige machen, will Zilincan wissen. Egert: «Wir tun zuhause sogar unsere Zahnbürsten in die Geschirrspülmaschine.»

In der WC-Schüssel ist es glatt und kalt

A propos Badezimmer: dieses ist weitaus keimfreier als gedacht. In der Toilette etwa hat es laut Egert weniger Keime als im Brünneli in der Küche. Denn: «Das Wasser ist kalt, die Oberflächen sind glatt – da können Keime nicht lange überleben.»

Grundsätzlich gilt: Patogene, also krankmachende Keime sollte man vermeiden, indem man etwa Kühlschrankdichtungen oder Kaffeemaschinen regelmässig reinigt. Und wer die Hände regelmässig wäscht, ist auf der sicheren Seite. Desinfektionsmittel hingegen trocknen die Haut aus und machen diese nur anfälliger für Keime. (smo)

Gesundheitsmagazin CheckUp jeden Montag um 18.20 Uhr mit stündlichen Wiederholungen – auf Tele Züri und Tele M1.