Der Kühlschrank ist ein Schrank, der uns glücklich machen soll. Denn er hält all das, was wir gernhaben, kühl und frisch. Umso getrübter ist das erwartungsvolle Glück, wenn einem nach dem Öffnen des Kühlschrankes ein ekliger Geruch entgegen schlägt. Die Ursachen dafür können vielfältiger Natur sein. Folgende Gründe kommen in Frage:

  • Geruchsintensive Lebensmittel
  • Verdorbene Lebensmittel
  • Schmutz auf Ablageflächen
  • Ablagerungen in Dichtungen
  • Wasser in der Ablaufrinne

Um üblen Gerüchen vorzubeugen und hygienische Bedingungen zu schaffen, empfiehlt sich die regelmässige Reinigung Ihres Kühlschranks. Etwa einmal im Monat sollten Sie Zeit dafür einplanen. Überprüfen Sie dabei alle Lebensmittel. Entfernen Sie das Gemüsefach und leeren Sie seinen kompletten Inhalt. Manchmal klemmt der Bösewicht zwischen frischen Produkten. Untersuchen Sie das Käsefach und alle Ablageflächen genau. Öffnen Sie verschlossene Behälter und vergewissern Sie sich, dass die Lebensmittel nicht verdorben sind.

Sie bewahren Tetra-Pak-Milch in der Kühlschranktür auf? Beim Öffnen der Tür kommt es gelegentlich vor, dass Milch verschüttet wird. Das genügt oft schon für einen beissenden Geruch. Lebensmittel sind der perfekte Nährboden für Bakterien und Pilze, die unangenehme Gerüche produzieren.

Falls alle Lebensmittel in Ihrem Kühlschrank noch gut sind, sollten Sie die Ablagen genau inspizieren, ebenso wie die Rillen der Dichtungen rund um die Kühlschranktür und die Tür des Gefrierfachs. Hier setzt sich schnell Schmutz fest. Durch das Kondenswasser kann sich dort schnell Schimmel bilden. Reinigen Sie die Dichtungen mit einer kleinen Bürste und einem Küchenreiniger. Sie können auch ein Küchentuch mit einem Reinigungsmittel tränken und um ein stumpfes Messer wickeln. Fahren Sie damit vorsichtig zwischen die Lamellen der Dichtung.

Hausmittel als Geruchskiller

Regelmässiges Putzen ist unerlässlich, aber es ist nicht immer ausreichend und auch nicht in jedem Fall notwendig. Denn manche Lebensmittel – wie Knoblauch, Käse oder Fisch – riechen einfach intensiv, was beim Öffnen der Kühlschranktür auch den Liebhaber stören kann.

Um diese stark riechenden Nahrungsmittel im Zaum zu halten, reicht es oft, alle Behälter und und Verpackungen dicht zu verschliessen. Wenn das nicht hilft, haben die Kunststoffelemente des Kühlschranks, Behälter sowie Verpackungen den Gestank womöglich schon angenommen. Entfernen Sie in diesem Fall alle schlecht riechenden Verpackungen und füllen Sie die Lebensmittel in gut verschliessbare Frischhaltedosen um. Sparen Sie dabei nicht an der Qualität der Behälter – Sie werden den Unterschied merken.

Ihr Kühlschrank stinkt noch immer? Dann versuchen Sie es mit diesen einfachen Hausmitteln, die alle eins gemeinsam haben: Sie absorbieren unangenehme Gerüche.

  • Kaffee: Deponieren Sie eine Tasse gemahlenen Kaffee zwischen Ihren Lebensmitteln. Das Pulver nimmt Gerüchte zuverlässig auf. Wichtig: Wechseln Sie das Kaffeepulver einmal wöchentlich aus und entsorgen Sie das gebrauchte. Es eignet sich nach getaner „Arbeit“ nicht mehr zum Verzehr.
  • Backpulver, Mehl oder Natron: Eine günstige Alternative zum Kaffee ist Backpulver, Natronpulver oder auch Mehl. Das Prinzip ist das gleiche: Geben Sie einige Löffel in eine Tasse oder ein Glas (bei Natron reichen 50g) und stellen Sie es in den Kühlschrank. Das weisse Pulver, welches auch immer, bindet unangenehme Gerüche und neutralisiert sie dadurch. Die basischen Eigenschaften des Backpulvers neutralisieren besonders säuerliche Gerüche wie Obst und Sauerkraut. Im Unterschied zum Kaffee müssen Sie Backpulver, Mehl oder Natronpulver nur einmal pro Monat erneuern.
  • Zitrone oder Apfel: Halbieren Sie eine frische Zitrone oder einen Apfel und legen Sie die aufgeschnittene Frucht in Ihren Kühlschrank. Positiver Zusatzeffekt zum Absorptionseffekt: Die halbierte Frucht parfümiert die Luft im Kühlschrank zusätzlich durch ihren frischen Eigengeruch. Das Ganze funktioniert übrigens auch mit ausgepressten Zitronenhälften, die sonst im Abfall landen würden.
  • Essigessenz: Auch ein kleines Glas mit Essigessenz macht dem schlechten Geruch in Ihrem Kühlschrank den Garaus. Minuspunkt: Essigessenz hat einen starken Eigengeruch, was nicht jedermanns Sache ist. Dafür wirkt das Mittel innerhalb von wenigen Minuten dem Gestank von Käse, Fisch und anderen stark riechenden Lebensmitteln entgegen.
  • Kartoffel: Auch Kartoffeln können als Geruchsfänger dienen. Schneiden Sie eine rohe Kartoffel in Scheiben und breiten Sie sie auf einem Teller aus, den Sie in den Kühlschrank stellen. In wenigen Minuten erfrischen die Kartoffelscheiben die Luft darin.

Natürlich gibt es auch technische Problemlöser. Sogenannte Kühlschrankmatten mit antibakterieller Wirkung helfen gegen Gerüche im Kühlschrank und absorbieren unangenehme Gerüche. Sie verlangsamen den Reifeprozess von Lebensmitteln und entfeuchten die Luft im Kühlschrank. Es gibt auch weitere käufliche „Kühlschrank-Geruchskiller“, die nach einem ähnlichen Prinzip wirken.

Es muss nicht immer das Essen sein

Die Ursache für den Gestank muss nicht immer verdorbene Nahrung sein. Ja, sie muss nicht einmal im Innern des Elektrogeräts liegen.

Wenn der Kühlschrank verbrannt riecht, steckt meist ein elektronischer Defekt dahinter. Dann sollten Sie sofort handeln: Ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose und schalten Sie die Sicherung aus. Prüfen Sie, ob der Geruch von der Steckdose oder vom Kühlschrank kommt. Wenden Sie sich gegebenenfalls an einen Elektriker oder den Reparaturservice des Kühlschrankherstellers.

Auch im Inneren des Kühlschranks kann es stinken, obwohl alle Lebensmittel frisch und ordnungsgemäss aufbewahrt sind. Beachten Sie die hintere Wand des Kühlschranks. Dort befindet sich eine Ablaufrinne, in der sich Wasser stauen kann – ein wahrer Nährboden für Keime. Reinigen Sie die Ablaufrinne und auch das Loch in der Kühlschrankwand mithilfe von Wattestäbchen. Stinkt der Kühlschrank aussen immer noch, müssen Sie eventuell die Dichtungsgummis erneuern.