Herbstzeit ist Kürbiszeit

Sie werden zu lustigen Fratzen geschnitzt, zur Suppe püriert oder in Essig eingelegt: Kürbisse gehören zum Herbst wie die Eier zu Ostern. Kürbisse zählen zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt, über 800 Sorten sind bekannt. Die Portugiesen brachten ihn zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Südamerika nach Europa. Doch nicht alle Kürbissorten sind zum Verzehr geeignet – viele Arten sind reine Zierkürbisse. Der Liebling der Köche ist der aus Japan stammende Hokkaidokürbis. Kürbisse sind gesund: Sie sind frei von Fett und reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Übrigens: Sie können Kürbis auch roh essen – oder ganz einfach, analog zu Pommes Frites, „Citrouilles Frites“ machen.

Basteln mit Blättern, Zapfen und Kastanien

Der Herbst ist die perfekte Jahreszeit zum Basteln, denn die Natur wimmelt nur so von herbstlichen Schätzen: Tannenzapfen und Moosstückchen, Kastanien, Eicheln und bunte Blätter liegen auf der Erde und warten darauf, entdeckt und eingesammelt zu werden. Aus den getrockneten und gepressten farbigen Blättern kann man wunderschöne Herbstbilder kleben oder aber man kann sie in herbstlichen Farben durchpausen. Auch mit Blätterdruck lassen sich faszinierende Bilder kreieren. Aus den glänzenden Kastanien können mit Hilfe von Zahnstochern kleine Puppen oder Tiere gebastelt werden. Und mit den an bunten Bändern aufgehängten Tannenzapfen lassen sich auf einfache Art die Fenster dekorieren.

Das Heim verschönern

Warm und gemütlich soll es sein, das herbstliche Zuhause. Wichtig sind dabei die richtigen Farben und das passende Licht. Wie wär’s etwa mit einer neuen Wolldecke und ein paar herbstlich anmutenden Kissen auf dem Sofa? Oder mit einem (künstlichen) Kuschelfell oder einem schönen Teppich auf dem Boden? Auch stimmungsvolles Licht darf nicht fehlen: Bunte Lichterketten und Kerzen verleihen jedem Zuhause Wärme und Geborgenheit. Natürlich strahlt auch ein Kamin Behaglichkeit aus.

Gemütlichkeit zelebrieren

Mit dem Beginn der kühleren Tage kehrt auch die Lust auf Ruhe und Gemütlichkeit zurück. „Homing“ mit Familie und Freunden, fernab von jeder Hektik, wird jetzt gross geschrieben. Aber nehmen Sie sich auch Zeit für sich selbst: Schnappen Sie sich ein gutes Buch und kuscheln Sie sich mit einer heissen Tasse Tee auf’s Sofa. Spätestens nach einem anstrengenden Arbeitstag sollten Sie sich diese kleine Auszeit gönnen. Klar, auch einem Filmabend steht nichts im Weg. Oder wie wär’s mit einem lustigen Spieleabend?  

Neues ausprobieren

Sie wollten sich immer schon mal Stricken beibringen? Eine neue Sprache lernen? Oder wissen, wie man Konfitüre selbst macht? Dann ist jetzt der richtige Moment. Nutzen Sie die grauen, kalten Tage, um ihr Leben zu bereichern. Sie sind so gar kein häuslicher Typ und haben sich vorgenommen, endlich mal wieder joggen zu gehen? Legen Sie los! Die Hitze des Sommers ist vorbei, Ihrem Körper wird die Bewegung an der frischen Luft guttun.

Weinreisen

Ab September herrscht in Schweizer Rebbergen geschäftiges Treiben: Die Ernte von Chasselas, Blauburgunder, Merlot und weiteren Spezialitäten beginnt. In den Weinkellern ist nun alles vorbereitet für die Annahme der Trauben. Für Kellermeister und Önologen beginnt die arbeitsintensivste und wichtigste Phase des Weinjahrs. Geniessen Sie im Frühherbst die Weinreben bei einem Spaziergang – oder erfreuen Sie Ihren Gaumen mit einer Weindegustation. Vielerorts werden im Herbst richtige Winzerfeste gefeiert: In der Romandie und im Tessin, aber auch in den Weinbaugebieten der Deutschschweiz wie etwa in Wilchingen oder Osterfingen.

Feste feiern

Wenn es draussen trüb und grau wird, muss es drinnen bunt und lustig zu- und hergehen! Und so findet jedes Jahr zu Beginn des Herbstes das weltberühmte Oktoberfest statt. Auch die Schweizer lockt das grösste Volksfest der Welt nach München, obwohl es inzwischen auch hierzulande diverse Oktoberfeste gibt, darunter in Zürich, Winterthur Baden und Chur. Wer mit Dirndl, Lederhosen, Bier und Brezeln nichts anfangen kann, der darf sich wenig später auf ein zweites Herbstfest freuen: Halloween. Das ursprünglich irische und im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten exportierte Brauchtum ist längst auch in der Schweiz angekommen. Kinder wie Erwachsene verkleiden sich dann als Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote und Vampire. Wer gar keine Lust auf Verkleidung hat, reist Anfang Oktober nach Ascona und feiert dort das Herbstfest. Über 2000 Kilogramm Kastanien werden von den „Maronatt“ über dem Feuer geröstet und die Marktstände bieten viele verschiedene, aus Kastanien hergestellte Köstlichkeiten an. Auch andere Schweizer Feste finden im Herbst statt, so zum Beispiel das Safranfest in Mund VS, der Trüffelmarkt in Bonvillars GE oder das Prättigauer Alpspektakel in Graubünden.

Ab in den Nebel

Was gibt es Schöneres, als an einem freien Sonntag, warm eingepackt mit Mütze und Schal, einen Waldspaziergang durch den mystischen Nebel zu machen? Die stickige Sommerluft, die einen nicht schlafen liess, gehört der Vergangenheit an, die Luft ist kühl und klar und macht den Geist lebendig. Nicht zufällig heisst Nebel rückwärts gelesen Leben! Wer sich auskennt, kann jetzt jede Menge Pilze finden und für ein feines Risotto sammeln. Wenn die Sonne scheint, ist so ein Sonntagnachmittag im Herbst sogar noch warm genug, um draussen einen Kaffee zu trinken.

Raus aus dem Nebel

Wer dem Nebel lieber entkommen möchte, sollte sich auf eine Herbstwanderung begeben. Lassen Sie sich mit einer Bergbahn in die Höhe tragen und geniessen Sie die Sonne über dem Nebelmeer! Manchmal reicht auch eine Wanderung zu Fuss, um die weissen Schleier unter sich zu lassen. Aus der Stadt ist man oft viel schneller in den Bergen, als man denkt! Das Tüpfelchen auf dem i: Seien Sie wieder Kind, lassen Sie Drachen steigen oder sausen Sie mit Riesentrottinetts den Berg hinab!