Getestet

Ist dieses norwegische Gadget die Lösung, um Kinder vom Bildschirm an die frische Luft zu holen?

Das Playfinity Flexband.

Das Playfinity Flexband.

Ein neues Messgerät zeichnet die Trampolinsprünge von Kindern auf und feuert diese je nach Leistung sogar an. Das System kann auch auf Ballsportarten angewendet werden.

Kinder lieben Trampoline. Nur, irgendwann wird das grösste Trampolin langweilig und die Spielkonsole attraktiver. Das hat auch eine Gruppe norwegischer Väter so beobachtet und sich gedacht, dass man doch beides verbinden könnte; das Trampolin und die Spielkonsole.

Gedacht, getan, herausgekommen ist das Playfinity Flexband. Das Spielgerät funktioniert mit einem grossen, auswechselbaren Chip und einem Smartphone oder Tablet. Die Handhabung ist simpel. Zuerst muss die passende «JumpGames»-App heruntergeladen werden. Danach schnallt sich der ältere Sohn sofort das Flexband um den Fussknöchel, aktiviert mit einem Knopfdruck den Chip und rennt mitsamt Tablet zum Trampolin.

Dass die ganze Geschichte funktioniert, höre ich sogar von drinnen. Nicht nur jauchzt das Kind, aus dem Tablet dröhnen irre Geräusche und eine sonore Stimme feuert ihn an «Very good done», «A new Record!». Der Chip am Bein misst, wie hoch und wie oft man springt. Auch Saltos und Drehungen (meistens) und die Flugzeit werden aufgezeichnet.

Auf der App gibt es verschiedene Spiele und man kann sich mit anderen Jumpern weltweit messen. Etwa wer in einer Minute höher springt, wer an einem Tag mehr springt. Das motiviert die Kinder anfänglich sehr. Wohl auch weil die Kombination von App und Trampolin einen grossen Reiz hat. Grössere Kinder finden auch Gefallen daran, ihre Fortschritte aufzuzeichnen und zu vergleichen.

Bei kleineren Kindern verpufft der Motivationseffekt aber schnell, zumal immer nur einer das Flexband tragen kann. Mit dem gleichen Sensor kann jedoch auch noch ein Smart Ball bestückt werden.

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Autor

Katja Fischer De Santi

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