Pubertät

Pickel lieben Zucker: Auf diese Nahrungsmittel lohnt es sich zu verzichten

Pickel in der Pubertät – der Albtraum aller Jugendlichen. (Symbolbild)

Pickel in der Pubertät – der Albtraum aller Jugendlichen. (Symbolbild)

«Wird schon vorübergehen.» Es ist genau dieser Spruch, der für Akne-Patienten kein Trost ist. Denn sie sind meistens jung, entdecken ihre Sexualität, und da können sie keine hässlichen Pickel im Gesicht gebrauchen. Ihr Leidensdruck ist hoch. Bei Akne-Patienten steigt das Depressionsrisiko um bis zu 60 Prozent. Akne ist psychisch keine Bagatellerkrankung.

Die Betroffenen probieren daher die unterschiedlichsten Therapien aus. Einige versuchen es mit Medikamenten. Andere mit Tipps, die aus ihrem Familien- und Freundeskreis kommen. Auch Teebaumöl wird empfohlen, und das kann – aufgrund seiner antibiotischen Wirkung – durchaus funktionieren. Doch was klingt schon verheissungsvoller als eine Impfung, die das körpereigene Immunsystem mobilisiert?

Impfstoff noch nicht am Menschen getestet

Wissenschaftler der Hochschulen und Pharma-Unternehmen suchen daher seit einigen Jahren nach Akne-Impfstoffen. Ein Forscherteam der University of California scheint nun fündig geworden zu sein. Ausgegangen ist man von der Tatsache, dass die Entzündungen der Haarfollikel vor allem durch Bakterien der Art Propionibacterium acnes ausgelöst werden. Man kann sie zwar durch Medikamente wie Antibiotika und die vom Vitamin A abgeleiteten Retinoide in den Griff bekommen, doch diese Mittel sind riskant, können beispielsweise sonnenempfindlich machen, die Haut austrocknen und sogar zu (noch mehr) Depressionen führen.

Das Forscherteam um Chun-Ming Huang hat einen Antikörper gefunden, der verhindert, dass die Akne-typischen Entzündungsprozesse entstehen. Würde man nun einen Patienten mit diesem Antikörper impfen, hätte er zwar noch die Bakterien in seiner Haut, doch die könnten keine Entzündungen mehr auslösen. Im Tierversuch funktionierte das, beim Menschen wurde es noch nicht ausprobiert. Bis zur Zulassung eines Impfstoffes dürften also noch Jahre vergehen. Sofern es bei Menschen überhaupt klappt.

Leichtes Spiel für Bakterien

Weswegen Patienten erst mal fokussieren sollten, was der Akne-Therapie bereits zur Verfügung steht. Wie die Umstellung der Ernährung: Ein Forscherteam um Jennifer Burris von der New York University hat Befunde zum Zuckergehalt der Nahrung und ihrem Bezug zu Akne gefunden. Genauer gesagt geht es um den glykämischen Index (GI). Er gibt an, wie stark und schnell der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit ansteigt und wieder abfällt. Ist er hoch, besteht offenbar ein besonders hohes Akne-Risiko. Der Grund: Ein hoher GI lässt mehr Hormone und Wachstumsfaktoren im Körper kursieren, die gerade im jugendlichen Körper dazu führen, dass sich die Talgdrüsen an den Haarfollikeln verstopfen – und dann haben die Bakterien ein leichtes Spiel.

Besser also, man verzehrt Lebensmittel mit niedrigem GI. Dazu zählen neben eiweissreichen Tierprodukten wie Fleisch, Fisch, Käse und Ei auch Vollkorn, Gemüse und Obstsorten wie Nüsse, Äpfel und Pfirsiche. Zu vermeiden sind Cornflakes, Pommes, Kräcker und Toast, weil sie den Blutzuckerspiegel kurz und heftig nach oben treiben. Soft-Drinks sind für Akne-Patienten ein absolutes No-Go. Am schlimmsten sind demzufolge die gesüssten Tees: Sie steigern das Akne-Risiko auf das 2,5-Fache.

Ungesüsster Grüntee kann dagegen ein Segen für die Patienten sein. Denn seine Polyphenole hemmen nicht nur Entzündungen, sondern auch die Talgproduktion in der Haut. Grüntee vermag sowohl äusserlich, in Form einer Creme, als auch innerlich, in Gestalt des altbekannten Aufgusses, die Akne-Pickel mengen- und grössenmässig zu reduzieren.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1