Der Fall «Hope» machte ihn berühmt. Im März operierte der Schweizer Chirurg Andreas Messikommer das Orang-Utan-Weibchen, dessen Körper von 74 Luftgewehrkugeln druchsiebt worden war. Messikommer rettete ihr das Leben und die berührende Geschichte schlug Wellen bis in die Schweiz.

Messikommer hilft der Schweizer Stiftung «PanEco» auf der indonesischen Insel Sumatra, verletzte Orang-Utans zu retten und so deren Bestand zu erhalten. Denn die Menschenaffen sind nicht nur vom Aussterben bedroht, sie werden dort auch Opfer von Tierquälern und gewaltsam aus ihrem Lebensraum, dem Regenwald, verdrängt.

Auf grossen Flächen wird dieser laut der Stiftung gerodet, um Palmöl-Monokulturen anzulegen. So ist auch Hope wahrscheinlich das Opfer eines Konflikts mit Menschen geworden, die sich um die Ernte ihrer Felder fürchteten. Hope hat wegen der Geschosse in ihrem Schädel zwar das Augenlicht verloren, aber dafür das Leben gewonnen.

«Sie ist erst 30»

Bereits 15 Mal ist Chirurg Messikommer nach Indonesien gereist, um die Tierschützer zu unterstützen. Freiwillig. Jetzt war zu Gast in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele Züri sagte dort: «Es muss drin liegen, dass so ein Tier eine Chance auf überleben hat – wie wir Menschen auch.» In einem anderen Kontext würde man vielleicht davon sprechen, ein blindes Tier «abzutun», «doch Hope ist erst 30».

Bis zu 50 Jahre alt können Orang-Utan-Weibchen werden und Hope hat nun noch die Chance, Nachkommen in die Welt zu setzen. «Nicht in freier Wildbahn, aber in einer geschützten Region, die PanEco jetzt aufbaut.» Hope soll also helfen zu verhindern, dass die Menschenaffen aussterben.

Die Sendung «TalkTäglich» mit Andreas Messikommer in voller Länge:

TalkTäglich mit dem schweizer Arzt, der in Indonesien bedrohte Orang-Utans operiert.

(smo)