Die meisten unserer Haustiere können nicht schwitzen und tragen zudem ein wärmendes Fell. Deshalb sind sie der Gefahr eines lebensbedrohlichen Hitzschlags eher ausgesetzt als der Mensch. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz hat die wichtigsten Tipps für Tierhalter zusammengestellt. Auch der Schweizer Tierschutz und Vier Pfoten geben Ratschläge für Tierhalter.

Für Hunde

Keine anstrengenden Fahrrad-Touren bei Hitze sowie keine langen Spaziergänge zur Mittagszeit. Nach Möglichkeit zu frühen Morgen- und Abendstunden den kühlen Wald für die Gassirunde wählen. Das Gehen auf Asphalt vermeiden, um die Pfoten des Hundes zu schützen. Hunden mit langem und dichtem Fell kann man durch das Scheren des Fells die heisse Sommerzeit erleichtern. Aber nicht zu kurz, auch Hunde können auf unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen.

Auf keinen Fall den Hund im Auto warten lassen. Das Auto heizt sich innert weniger Minuten auf und kann zur Todesfalle für den Vierbeiner werden. Laut einer Mitteilung des Schweizer Tierschutz ändert auch ein Fensterspalt nichts daran. Der geringe Luftraum im Auto macht dem Tier die Wärmeabgabe durch Hecheln unmöglich. Bei fortschreitender Hitzebelastung kann ein Hund den Hitzetod durch Kreislaufzusammenbruch erleiden. Pro Jahr werden gegen 30 Hundehalter wegen Zurücklassens von Hunden im überhitzen Auto verurteilt, zum Teil zu Strafen von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Franken.

Für Katzen

Viele Katzen halten nichts vom Baden, etwas Abkühlung kann man aber schaffen, indem man die Ohren der Katze aussen befeuchtet. Ebenso kühlend ist das Streicheln mit angefeuchteten Händen. Man kann ihnen auch ein nasses Frotteetuch auf den Boden legen. Ob es gefällt, ist Katzensache.

Auch die Schmusetiger können bei direkter Sonneneinstrahlung Sonnenbrand bekommen, besonders anfällig dafür sind weisse Katzen. Man kann Ohren und Nasenbereich mit einem nicht parfümierten Sunblocker (für Babys) eincremen. Nassfutter verdirbt schnell: Kleinere Portionen zu frühen Morgen- oder Abendstunden sind empfehlenswert sowie das Aufstellen von zusätzlichen Wassernäpfen.

Es gibt auch Tiere, die schwitzen können:

Für Kaninchen, Meerschweinchen und Co.:

Auch für Nager sorgt das Befeuchten der Ohrenaussenseite für eine angenehme Abkühlung. Ausserdem ist es wichtig, für genügend Frischluft und Schatten im Auslauf zu sorgen. Das Kleintierheim nie direkt auf den Balkonboden setzen, da sich dieser stark erhitzt.

Für Vögel

Vögel dürfen nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden – ein Schattenplatz ist lebenswichtig. Trotz Hitze sollten Vögel nicht im Durchzug stehen, da Erkältungsgefahr droht. Für eine angenehme Erfrischung ein Bad zur Verfügung stellen, alternativ mögen viele auch eine Dusche aus der Sprühflasche. Das Wasser im Badehäuschen und auch im Trinkhahn sollte öfter gewechselt werden, um die Bildung von Bakterien zu verhindern.

Warnsignale erkennen: Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden die Hitze zu sehr zusetzt. Ausserdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schliesslich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen kann.

Anzeichen eines Hitzeschlags erkennt man bei Katzen daran, dass sie unruhig auf und ab gehen, Herzschlag und Körpertemperatur sich erhöhen oder die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen. Treten solche Symptome auf, so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.