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Packen Sie das Problem an der Wurzel: So bringen Sie auch trockenes, kraftloses Haar wieder zum Glänzen

Im Herbst leiden viele unter spröden Haaren. Unsere Autorin gibt Tipps, damit niemand im Regen stehen bleibt.

Rahel Koerfgen
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Im Herbst kommen die Probleme der trockenen Haare. Es gibt aber Gegenmittel. (Symbolbild)

Im Herbst kommen die Probleme der trockenen Haare. Es gibt aber Gegenmittel. (Symbolbild)

Keystone

Egal zu welcher Jahreszeit: Unsere Haare müssen einiges aushalten. Im Sommer sind es UV-Strahlen, Chlor- und Meerwasser, die sie strapazieren; im Winter trocknen Temperaturwechsel zwischen Polarluft draussen und Heizungsluft drinnen die Mähne aus. Dazu kommt, dass viele Menschen im Herbst unter Haarausfall leiden – evolutionsbedingter Fellwechsel. Wer sich indes bewusst Zeit nimmt für die Pflege, sollte sich bald an weichen, glänzenden Haaren erfreuen können.

Alles steht und fällt mit einer gesunden Kopfhaut. Sie ist die Versicherung für kräftige Haarwurzeln. Schuppen, fettige Strähnen oder Haarausfall entstehen nicht im Haar selbst, sondern in der Kopfhaut. Macht sie Probleme, sollte man einen grossen Bogen um Produkte mit chemischen Zusatzstoffe machen; sie reizen nur noch mehr. Immer mehr Labels setzen deshalb auf den Clean-Trend. Für sie sind Tierversuche und chemische Inhaltsstoffe tabu.

Jetzt ist die Zeit, um gebeuteltem Haar auf die Sprünge zu helfen.

Jetzt ist die Zeit, um gebeuteltem Haar auf die Sprünge zu helfen.

Getty Images/iStockphotos

Öl aus dem Küchenschrank hilft auch

So setzt etwa die Marke des australischen Starcoiffeurs Kevin Murphy auf Natur pur. Sein Sortiment gibt diverse Produkte her, die strapaziertem Haar und der Kopfhaut Extrapflege geben, etwa das Shampoo Scalp Spa Wash (38.– Fr. für 250 ml, perfecthair.ch). Rosenwasser lindert Reizungen, Kokosöl gibt Feuchtigkeit. Wer dieses Geld lieber sparen will, wird auch im Küchenschrank fündig. Kokosöl beruhigt die Kopfhaut und nährt sie. Studien haben belegt, dass es auch der Haarfaser nachhaltig Kraft gibt. Am besten einmal die Woche auf den Haaransatz auftragen, das Haupt in ein Tuch einpacken und über Nacht einwirken lassen.

Allerdings: Ob Hausmittel oder hippes Öko-Produkt, nichts zeigt Effekte von heute auf morgen. Wer unter akutem Haarausfall leidet, sollte mit Produkten aus der Apotheke nachhelfen. Oder man besorgt sich die Luxusvariante, das Shidenkai Hairloss Treatment von Sensai, (95.– Fr., bei Globus). Die Kopfhautpflege kurbelt das Haarwachstum tatsächlich an, wie Tests im Bekanntenkreis ergeben haben.

Wer derweil sein Haar generell stärken will und eine ganzheitliche Pflege sucht, ist mit der pflanzenbasierten Serie Botanical Repair von Aveda (ab 12.90 Fr., im Parfümeriehandel) gut bedient. Sie besteht aus Shampoo, Conditioner, Maske sowie Leave-in-Conditioner. Damit wird die Haarfaser laut Aveda nachhaltig gestärkt und repariert. Das führt auf die Dauer zu einer Verringerung von Haarbruch – und hilft jeder gebeutelten Locke wieder auf die Sprünge.

Ihr Haar wird es Ihnen übrigens danken, wenn Sie es einfach mal locker nehmen. Strenge Dutts und Pferdeschwänze sind bei geschwächtem Haar ein No-Go. Denn solche Frisuren üben grossen Druck auf die Haarfaser aus, was wiederum Haarausfall provoziert. Also: Die Mähne öfter offen tragen. Ihre Haare werden es Ihnen danken.