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Psychische Auswirkungen der Corona-Krise halten trotz Lockerungen an

Die Universität Basel untersucht die psychische Gesundheit der Bevölkerung während der Coronakrise (Symbolbild).

Die Universität Basel untersucht die psychische Gesundheit der Bevölkerung während der Coronakrise (Symbolbild).

Auch mehrere Wochen nach dem Shutdown ist für viele Menschen in der Schweiz die Normalität noch nicht zurück. Dies zeigt eine Studie der Universität Basel: Noch immer sind 40 Prozent der Bevölkerung gestresster als vor Corona.

(wap) Stressfaktoren sind laut der psychologischen Studie Veränderungen bei Arbeit und Ausbildung sowie Einschränkungen im Sozialleben. Während des Shutdowns hatten 50 Prozent der Befragten angegeben, sie seien gestresster als sonst, nun sind es immer noch 40 Prozent. Wie die Universität Basel in einer Mitteilung vom Montag schreibt, geht es aber nicht allen gleich: 32 Prozent der Befragten gaben an, weniger gestresst als vorher zu sein. Dies hänge mit gewonnener Erholungszeit und der Abnahme von schulischen, beruflichen oder privaten Verpflichtungen zusammen.

Die am Montag veröffentlichte Studie zeigt ausserdem, dass depressive Symptome in der Bevölkerung nach wie vor häufiger sind als zu normalen Zeiten. Die Häufigkeit einer schweren depressiven Symptomatik liege derzeit bei zwölf Prozent. Am wenigsten betroffen davon sind Personen über 55, im Durchschnitt geht es den Männern besser als den Frauen.

Abgenommen hat die Angst vor dem Virus: Während des Lockdowns hatten 57 angegeben, sich vor einer Erkrankung zu fürchten, nach den Lockerungen der Schutzmassnahmen nur noch 41 Prozent. Für die Umfrage wurden rund 10'000 Personen befragt. Sie wurde online durchgeführt.

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