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Was tun am 1. August? Mit diesen fünf Tipps lässt sich die Schweiz entdecken

Einer der schönsten Aussichtspunkte in der Zentralschweiz: Vom Fronalpstock lässt sich aufs Rütli und über den Vierwaldstättersee blicken.

Einer der schönsten Aussichtspunkte in der Zentralschweiz: Vom Fronalpstock lässt sich aufs Rütli und über den Vierwaldstättersee blicken.

Viele Anlässe am 1. August sind wegen des Coronavirus abgesagt. Doch es gibt Möglichkeiten, die Schweiz dennoch zu feiern und sie erst noch besser kennenzulernen. Als Wanderer, Familie oder Kulturinteressierte.

Morgen blüht der Schweiz, was viele ihrer Einwohnerinnen und Einwohner bereits kennen: ein mageres Geburtstagsfest. Ein Grossteil der Anlässe am 1. August ist abgesagt. Festbänke und Girlanden setzen weiterhin Staub an, die Reden und das Bad in der Menge sind auf nächstes Jahr verschoben.

Doch es gibt diverse Möglichkeiten, um das Geburtstagskind dennoch zu feiern und dabei erst noch in seine Geschichte einzutauchen. Und das nicht nur im Landesmuseum Zürich oder im Bundesbriefmuseum Schwyz:

Die Schweiz, ein Witz? Schmunzeln im Museum

Ausstellung «Made in Witzerland».

Ausstellung «Made in Witzerland».

Wer am 1. August lachen will, dem sei ein Besuch im Forum Schweizer Geschichte Schwyz empfohlen. Dessen Ausstellung «Made in Witzerland» geht den Fragen nach: Worüber lacht die Schweiz? Und wofür wird sie belächelt? Dabei wird ebenso die humorvolle Seite des Landes, als auch deren Stereotypen thematisiert.

Es lässt sich über Karikaturen, über legendäre Figuren wie HD Läppli oder über den Kantönligeist schmunzeln. Dass Witze auch grenzwertig oder unkorrekt sein können, findet ebenfalls Eingang in die Ausstellung. Denn sie frag auch: Wie weit darf Humor und Satire gehen?

«Made in Witzerland»: Jeweils von Dienstag bis Sonntag (10 bis 17 Uhr) geöffnet. Forum Schweizer Geschichte Schwyz, Zeughausstrasse 5, in Schwyz. Mehr Infos unter: www.forumschwyz.ch/witzerland

Zum Anstossen in den Weinkeller

Insgesamt 155 Betriebe laden an diesem Wochenende zum Degustieren ein.

Insgesamt 155 Betriebe laden an diesem Wochenende zum Degustieren ein.

Zu einem Geburtstag gehört das Anstossen. Am 1. (und 2.) August lassen sich zudem noch Deutschschweizer Weine entdecken. Und zwar am Wochenende der «Offenen Weinkeller». Von Biel über das Baselbiet bis in die Ostschweiz lässt sich mit Winzern über die neuste Lese fachsimpeln, deren edle Tropfen kosten und durch Rebberge schlendern. Insgesamt 155 Betriebe öffnen an diesem Wochenende ihre Weinkeller.

Details unter: https://deutschschweiz.swisswine.ch/de/offene-weinkeller-2020

«Wo ist Walterli?» Eine Schnitzeljagd durch Uri

Die Schnitzeljagd beginnt in Altdorf, wo das Telldenkmal steht.

Die Schnitzeljagd beginnt in Altdorf, wo das Telldenkmal steht.

Bei diesem Ausflug steht viel auf dem Spiel. Nicht weniger als der Mythos der Schweiz ist bedroht: Walterli, der Sohn von Wilhelm Tell, ist verschwunden. So gelingt der berühmte Apfelschuss natürlich nicht. Auf der Schnitzeljagd «Wo ist Walterli?» sucht man den Ausreisser und kommt dabei an geschichtsträchtigen Orten vorbei.

Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab etwa acht Jahren. Zu Fuss ist man zwischen zwei und drei Stunden unterwegs. Eine Voranmeldung bei der Tourismusinformation in Altdorf (041 874 80 00) ist erwünscht, aber nicht zwingend. Am 1. August hat diese von 8 bis 12 Uhr geöffnet – dann kann die Schnitzeljagd von dort aus gestartet werden. Kosten für eine Familie: 9 Franken für Kinder und 12 Franken für Eltern.

Weitere Informationen unter: www.uri.swiss

Den Blick über das Rütli schweifen lassen

Auf dem Gratweg vom Klingenstock zum Fronalpstock.

Auf dem Gratweg vom Klingenstock zum Fronalpstock.

Die Bundesfeier auf dem Rütli ist abgesagt und für die Öffentlichkeit ist die geschichtsträchtige Wiese in diesem Jahr nicht zugänglich. Aus der Vogelperspektive lässt sich dennoch darauf gucken. Und zwar fast senkrecht vom Fronalpstock nahe dem Bergdorf Stoos.

Wer den Blick weiter über die Zentralschweiz schweifen lassen will, dem sei der Gratweg vom Klingenstock zum Fronalpstock empfohlen. Bei gutem Wetter leuchtet das Wasser des Vierwaldstättersees im schönsten Blau, schmiegt sich um graue Felsen und dunkelgrüne, steil abfallende Waldhänge. Über dieser Idylle thronen stolz die Zentralschweizer Alpengipfel. Für den Gratweg braucht es Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Wanderung dauert rund zwei Stunden.

Mehr Informationen unter: www.schweizmobil.ch/de/wanderland/routen/route-0827.html

Mit «Mutter Helvetia» in die Freilichtausstellung

«Helvetia» entdeckt die Freilichtausstellung «Geschichtsreise Seelisberg-Rütli».

«Helvetia» entdeckt die Freilichtausstellung «Geschichtsreise Seelisberg-Rütli».

Pünktlich zum Geburtstag der Schweiz wird die neue Freilichtausstellung «Geschichtsreise Seelisberg-Rütli» eröffnet. Diese führt von der Schiffsstation Treib über Seelisberg zur Marienhöhe. In zwölf Stationen erfährt man Geschichten über das Rütli, Wilhelm Tell oder von berühmten, früheren Gästen in Seelisberg.

Anlässlich der Eröffnung gibt es Gratisführungen – etwa mit «Mutter Helvetia» oder «Älpler Stephan». Auch sind die Bergfahrten von Treib nach Seelisberg kostenlos. Einzig der Zugang zum Rütli ist an diesem Tag gesperrt. Wer alle Stationen besuchen will, benötigt einen halben Tag. Die Wanderzeit beträgt zwei Stunden.

Das ganze Eröffnungsprogramm gibt es unter: www.geschichtsreise-seelisberg.ch

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