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Wenn es kalt wird, beginnt die Teezeit: So schmeckt der heisse Gesundmacher am besten

Wer Tee ohne Beutel kauft, hat nicht nur eine grössere Auswahl, sondern umgeht auch das Risiko, Mikroplastik zu trinken. Bild: Getty Images

Wer Tee ohne Beutel kauft, hat nicht nur eine grössere Auswahl, sondern umgeht auch das Risiko, Mikroplastik zu trinken. Bild: Getty Images

Winterzeit ist Teezeit. Richtig wird er getrunken gänzlich ohne Schadstoffe.

Sobald die Tage grauer und kälter werden, greifen wir vermehrt zur Tasse. Tee wärmt nicht nur von innen, sondern hilft auch bei Erkältungen. Das Heissgetränk wirkt Dehydration entgegen, befreit die Nase und beruhigt den kratzenden Hals.

Aber nicht nur bei Grippe tut man gut daran, Tee zu trinken. Grün- und Schwarztee fördern erwiesenermassen die Herzgesundheit, schützen vor Herzinfarkt. Besonders der Genuss von grünem Tee bringt Vorteile mit sich. Er regt unter anderem die Fettverbrennung an, stärkt dank Vitamin C das Immunsystem und das Gehirn, reduziert Entzündungen und senkt den Cholesterinspiegel.

Der Legende nach ist es einem Zufall zu verdanken, dass wir heute Tee trinken können. Vor 5000 Jahren soll der chinesische Kaiser im Garten Wasser abgekocht haben, um seinen Durst zu löschen. Dabei wehte der Wind Blätter eines nahestehenden Baums ins Wasser.

Ein wohliger Geruch strömte aus dem Kessel, der Kaiser probierte, mutig wie er war, und fand den Trunk köstlich. Es dauerte allerdings eine Weile, bis der Tee nach Europa kam; 1610 brachten die Holländer Grüntee aus Japan und Schwarztee aus China ins Heimatland, 1644 folgte die erste Lieferung nach England. Der Rest ist Geschichte.

Genuss ohne Mikropartikel aus Plastik

Es war indes nicht ein Engländer, der den Teebeutel erfand, sondern ein New Yorker, und das erst noch aus Versehen. Teehändler Thomas Sullivan kam 1908 auf die findige Idee, seinen Kunden Teeproben zu schicken. Den Tee füllte er in kleine Seidenbeutel. Die Empfänger tauchten sie direkt ins heisse Wasser, obschon er das gar nicht beabsichtigt hatte. Dieses kleine Missverständnis förderte den Siegeszug des Tees noch mehr, war er doch fortan einfacher und schneller zuzubereiten.

Und ausgerechnet diese Teebeutel sorgen nun dafür, dass so mancher vor dem Teegenuss zurückschreckt. Eine Studie zeigt auf, dass Teebeutel aus Nylon riesige Mengen von Mikro-Plastikfasern enthalten können. Es handelt sich um die sogenannten Pyramidenbeutel, die ausgerechnet bei Premiummarken vorkommen.

Aber auch das Gros der Teebeutel, das aus Papier besteht, enthält meist einen Anteil an Kunststoff. Betroffen sind Beutel, die nicht genäht, sondern mit einer Klebenaht verschlossen werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet gänzlich auf Teebeutel und kauft sich losen Tee. Man fährt damit doppelt gut: Einerseits ist die Auswahl an Sorten grösser, und die Qualität von losem Tee ist höher als bei jenem aus dem Beutel.

Wer nun die Augen verdreht, weil er keine Lust auf die Zubereitung mit einem kleinen Sieb oder Tee-Ei hat, bei dem eh meist die Hälfte der Blätter im Wasser landet, dem bietet sich eine ganz unkomplizierte Alternative: Im gut assortierten Teeladen, aber vermehrt auch bei Grosshändlern wie Manor oder Globus gibt es biologisch abbaubare Teefilter. Einen Löffel losen Tee einfüllen, umfalten und fertig.

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Autorin

Rahel Koerfgen

Rahel  Koerfgen

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