Leserbeitrag
FC Memmingen auf der Schauenburgflue

Dieter Wundrak-Gunst
Drucken
Bilder zum Leserbeitrag
5 Bilder
IMG_9723.JPG Dieses Mal bin ich der Fotograf, die Fotografin ist auf dem Bild, dies dann mit der FC Memmingen Mannschaft
IMG_9721.JPG Und hier hat es jemand auf dem Bild, der Mann rechts neben mir, der war als Spieler auch schon vor 11 Jahren auf unserem Turnier in Frenkendorf.
IMG_9726.JPG Ruine Neu-Schauenburg, Schlössli, leider im Nebel. Nur dies sei erwähnt, wir haben den 18. Januar, eigentlich der Winter
IMG_9727.JPG Und hier darf ich referieren so einiges über die Kultur, die Geschichte und auch die Sitten und Gebräuche in unserer Gegend. Das Heimatbuch Frenkendorf hat dabei geholfen.

Bilder zum Leserbeitrag

Heidi Wundrak-Gunst

Der Name: Schauen – Burg – Flue

Schauen von SCOUWE = SCHOUE = SCHOLE = fruchtbarer Ackerboden entstanden durch Rodung des Waldes in 12./13. Jahrhundert

Burg Befestigte Unterkunft für das Aufsichts- und Bewirtungspersonal (Rodungsburg), später Landsitz der Edlen Herren von Scouvenberch

Flue 663 m. ü. M., Korallenriff, vor ca.155 Millionen Jahren im warmen Jura entstanden

Heute ist die Flue ein prächtiger Aussichtspunkt inmitten einer vielfältigen mediterranen Vegetation (Föhre, Stechpalme, Eibe, Buchs Immergrün, Farne, Moose, Orchideen u.a.).

Die Flue wurde 1993 von der Bürgergemeinde Frenkendorf aus Privatbesitz käuflich erworben.

Und dies habe ich alles entnommen vom Lehrer Emil Probst, der leider kürzlich in einem hohen Alter verstorben ist.

Vielleicht dies doch noch: Schauenburgflue 663 m.ü.M. höchster Punkt im Gemeindebann Frenkendorf.

Das Ziel war, dass man den Jugendlichen vom FC Memmingen einfach etwas von unserer Gegend und auch Kultur zeigt. Also fuhr man mit zwei Autos mit Mehrsitzern vom Schulhaus Egg in Richtung Röserntal. Dann sah man das Hotel Bad Schauenburg.

In der Europameisterschaft in der Schweiz, da hatte es dort auch eine Top Mannschaft, die in Bad Schauenburg übernachtete.

Dann ging es hinauf auf die Schönmatt. Die beiden Autos wurden im Wald parkiert.

Und weiter, ja auf einem Wegweiser hiess es 25 Minuten zur Schauenburgflue. Also erst einmal etwas als Einleitung zu den Gästen aus Memmingen.

Schön, dass man jetzt schon zum zwanzigsten Mal zu uns nach Frenkendorf kommt. Also ein Welcome zum Trainer, Betreuern und Mannschaft.

Dann ging es los zu Fuss. Auf einmal war man bei der Bürgerhütte von der Bürgergemeinde Frenkendorf. Und es versteht sich von selbst, dass man diesen Gästen den Banntag erklärte. Also verschiedene Rotten, sogar eine mit Musik, die laufen die verschiedenen Grenzen von Frenkendorf zu Nachbargemeinden ab. Z.B. Liestal, Nuglar, Arlesheim, Muttenz und Pratteln. Und am Schluss sind alle Rotten angelangt bei der Bürgerhütte von der Bürgergemeinde Frenkendorf. Gewiss für ältere Leute hat man es so organisiert, dass man sie mit dem Bus hinauf fahren kann. Dort bei der Bürgerhütte hat es dann Trank und Speisen für alle Anwesenden. Man trifft sich,sieht sich und tauscht sich aus. Und am nächsten Tag weiss das ganze Dorf, was alles auszuplaudern war. Gewiss, so kann es vorkommen, dass einige eine Glas zu viel zu sich nehmen. Gut, wichtig ist nur dies, dass sie dann auch wieder gesund nach Hause kommen. Der eigentliche Grund ist jedoch, dass man sich so einmal im Jahr als Gesamtbevölkerung kennen lernen kann. Man sieht sich oft auf der Strasse oder in der Migros, Coop und Volg, jedoch sind sich viele fremd.

Und dann ging es direkt zur Schauenburgflue. Und dort wurde dann noch einmal so einiges über unser Land referiert. Unter anderen auch, dass man in der Schweiz als Schweizer ein Bürger von einer Gemeinde oder Stadt ist. Und wer in so ein Bürgerrecht aufgenommen werden möchte, der muss auch durch die Bürgerversammlung bestätigt werden. Auf jeden Fall ist es in Frenkendorf so.

Und dann ging es wieder zurück, denn das Apéro wartete für die eingeladenen Ehrengäste wie auch für den FC Memmingen. Und sollte es den Jugendlichen und den Trainer wie Betreuer bei uns gefallen haben, dann hat es gedient dem Gedanken vom TriRhena Turnier. Wir sind eine Familie, der Fussball kennt keine Grenzen. Hinzufügen möchte ich jedoch noch dies, alles nicht so einfach in der heutigen Zeit. Das muss genügen, man kann sich selber so seine Gedanken darüber machen. Einfach in die Sporthalle Egg kommen. Manchmal hat man Glück, dass man auch sagen kann, armer Schiedsrichter.

Dieser FC Memmingen kommt schon 20 Jahre zu uns nach Frenkendorf zum Internationalen TriRhena Hallenfussballturnier. Und unser Turnier darf nie nur der Fussball sein, nein zum einen die Völkerverständigung und zum anderen auch den Jugendlichen unser schönes Land mit seiner Landschaft und der Kultur zu zeigen.