Leserbeitrag
Grossratskandidaten auf Besuch im Mont Terri

Fabienne Schmid
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Das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) betreibt in Zusammenarbeit mit über 20 anderen nationalen und internationalen Forschungsinstituten den Versuchsstollen für ein geologisches Tiefenlager im Mont Terri (JU). Eine zentrale Rolle kommt dabei auch der Nationalen Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) zu. 300 Meter tief im Inneren des Mont Terri befindet sich eine Opalinustonschicht – Seite an Seite mit dem Autobahntunnel zwischens Delsberg und Pruntrut. In dieser Schicht forscht die Nagra nach der sichersten und besten Lösung für eine Endlagerung der eidgenössischen Nuklearen Abfälle aus der Energie- und Industrieproduktion. Dr. Markus Fritschi, Geschäftsleitungsmitglied der Nagra, erläuterte den Besuchern in einem Referat und in der anschliessenden Stollenbesichtigung eindrücklich die laufenden Forschungen und die hohe Eignung von Opalinuston für die Lagerung von radioaktiven Abfällen.
„Die sichere Endlagerung der nuklearen Abfälle ist keine kurzfristige Angelegenheit – es ist eine generationenübergreifende Aufgabe. Gerade deshalb ist es bedeutsam zu jedem Zeitpunkt nach den sichersten technischen Methoden und Standorten zu suchen. Die Nagra und ihre Partner tun dies mit höchster Seriosität, wie wir eindrücklich gesehen haben.“, fasst Yatin L. Shah, Grossratskandidat und Präsident der jungfreisinnigen freiamt den Besuch im Stollen zusammen.
„Ob für oder gegen den Atomausstieg, mit der Endlagerung der nuklearen Abfälle müssen wir uns heute schon befassen. Wir dürfen diese Aufgabe nicht den nächsten Generationen überlassen.“, meinte Jan L. Severa Grossratskandidat und Finanzchef der jungfreisinnigen aargau.
„Zwei Drittel der Schweizerbevölkerung betrachtet das Projekt Tiefenlager als sehr wichtig. Verschiedene Standorte – auch im Aargau – eignen sich für ein Tiefenlager. Beim Entscheid muss die Sicherheit oberste Priorität haben. Wir dürfen uns auch im Aargau nicht vor dieser Diskussion verschliessen. “, fügt Stefan Huwyler, Grossratskandidat und Geschäftsführer der FDP Aargau hinzu.