Leserbeitrag
Konfirmandenlager der reformierten Kirchgemeinde Leutwil-Dürrenäsch

Vom 3. bis zum 10. Oktober verbrachten 22 Konfirmandinnen und Konfirmanden und 6 Leiter eine geniale Konfirmandenlagerwoche im Campo Pestalozzi in Arcegno TI. Leib, Seele und Geist sollten gefördert werden in dieser gemeinschaftlichen Woche im Süden.

Marcel Siegrist
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Gutgelaunt fuhr die Schar am Samstag mit zwei Kleinbussen und einem Privatauto ohne Stau in das obligate Schönwettergebiet Tessin. In Arcegno im Campo Pestalozzi angekommen, galt es erst einmal die Zimmer zu beziehen und danach mittels eines Orientierungslaufes das Gelände des Campo besser kennenzulernen. Mit einem Kennenlernspiel, einer Einführung in die Bergpredigt und der ersten Annäherung in Kleingruppen wurde der erste Tag abgeschlossen.

Sport ist Trumpf!
Zu einem ganzheitlichen Menschen gehören Körper, Seele und Geist. Über mangelnde körperliche Betätigung konnte sich kaum jemand in dieser Woche beschweren. Am Sonntag stand eine Wanderung auf dem Programm. Per Kleinbus fuhr man zum Start- und Zielort Corcapolo im Centovalli. Von dort ging es hinunter bis zum Fluss Melezza, über die Hängebrücke bis ins malerische Dorf Rasa, nach der Mittagsrast weiter via Monti, Termine und Dorca wieder hinunter zur Brücke und hoch zum Ausgangspunkt. Eine anstrengende Wanderung, die jedoch das Gemeinschaftsgefühl förderte und in einer wunderbaren Landschaft stattfand.
Auch im Campo selber gab es einige Möglichkeiten, den Körper fit zu halten. Ein Tartanplatz und ein etwas ungepflegter Rasenplatz boten sich für Basketball und Hockey bzw. für Fussball an. Am Dienstag gab es sogar eine Lernlektion in Intercrosse, einer neuen Trendsportart. Fussball blieb allerdings, auch dank der vielen Mädchen, die Sportart Nummer eins im Lager. Ein paar Jungs, inklusive der beiden männlichen Leiter, setzten diesem Volkssport dann allerdings noch die Krone auf, indem sie sich ihm am Freitag bei strömendem Regen zwei Stunden auf dem Tartanplatz widmeten. Die obligatorische heisse Dusche folgte.

Wer findet Mr. X?
Ein beliebtes Spiel ist das „Mr. X"-Spiel in Locarno. Am Montag ging es darum, in einem eingegrenzten Quadrat in der Stadt mittels Hinweisen den Mr. X zu finden. Dieser wurde von einem Gast verkörpert und wurde nach etwas mehr als einer Stunde gefunden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen genossen die Konfirmanden und Leiter in Gruppen die Einkaufsstrassen der Stadt Locarno. Um Einkaufsstrassen ging es quasi auch am Mittwoch. An diesem Tag findet der berühmte Markt im italienischen Luino statt, dessen Besuch in keinem Konfirmandenlager fehlen darf (aus der Sicht der Konfirmanden jedenfalls). Und zu guter Letzt führte ein Ausflug die Gruppe am Donnerstag noch einmal nach Locarno, in die Raubvogelschau „Falconeria". Die Geschmeidigkeit und Geschicklichkeit der verschiedenen Vögel zu erleben, war für alle ein eindrückliches Erlebnis.

Von Schmuck, Quarkmasken und Gebet...
Was wohl diese drei unterschiedlichen Dinge verbindet? Alles wurde einmal in der Woche als Workshop angeboten. Am Freitag waren es die praktischen Workshops, die die Konfirmanden besuchen konnten. Angeboten wurden Schmuckherstellung mit edlen Materialien, das kreative Einbinden einer Bibel mit einem Umschlag und die Produktion von Gipsmodellen von Gesicht und Händen. Am Tag zuvor war ein Wellnessmorgen angesagt. Wahlweise konnte man Gesichtsmasken mit verschiedenen Produkten auflegen (Quark, Honig usw.) oder sich über das Thema Ernährung und Gesundheit informieren lassen. Angefangen hatten die Wahlprogramm allerdings am Dienstag mit den geistlichen Themen. Da ging es um Fragen zum Glauben und zur Bibel, um das Gebet und darum, wie man die Zeit mit Gott kreativ gestalten kann.

Bergpredigt als geistlicher Leitfaden im Lager
In der Bergpredigt teilte Jesus seinen Zuhörern die Grundlagen seines Evangeliums mit. Die Lagerleitung hatte das Ziel, diese Grundlage den Konfirmandinnen und Konfirmanden mitzugeben. Themen wie Gebet, Sorgen und Schätzesammeln oder Feindesliebe wurden in einem abwechslungsreich gestalteten Programm angesprochen und anschliessend in den Kleingruppen vertieft. Höhepunkt der Konfirmandenlagerwoche war das Gleichnis Jesu vom schmalen und breiten Weg. Des weiteren gehörte auch der Film „The Climb" zum geistlichen Programm.

Überzeugende Gemeinschaft
Alle Programmpunkte waren gemeinschaftsverbindend, und so wuchs die Truppe von Konfirmandinnen und Konfirmanden und Leitern, von Aargauern und Zürchern, von Leutwilern und Dürrenäscher, allmählich zu einer starken Einheit zusammen. Mitverantwortlich für die Stärkung war auch das Küchenduo, das jeden Tag Köstlichkeiten auf den Tisch zauberte. Und nun? Eine schöne Woche, über die im Facebook geschwärmt wird, und das war's? Nein, die Gemeinschaft soll weitergehen, geplant ist eine Jugendgruppe, die mit dem Lagertreff am Freitag, 23. Oktober im Kirchgemeindehaus Dürrenäsch starten soll. Eingeladen sind nebst den aktuellen Konfirmanden auch bereits Konfirmierte und andere Interessierte, sodass in Dürrenäsch und Leutwil noch lange gesungen wird: „So sehn Sieger aus, schallalallala!". (rhä)