sP Obersiggenthal
Freihandelsabkommen mit Indonesien überzeugt nicht

Marie-Louise Nussbaumer
Merken
Drucken
Teilen
(chm)

Am 7. März entscheidet die Stimmbevölkerung, ob die Schweiz ein Freihandelsabkommen mit Indonesien abschliessen soll. Umstritten ist das Abkommen, insbesondere wegen der Importe von Palmöl aus Indonesien. Palmöl befindet sich in vielen Alltagsprodukten und ist problematisch, weil für den Anbau Urwald abgeholzt wird. In diesem Freihandelsabkommen mit Indonesien sind die Zollrabatte auf Palmöl zwar an Vorgaben zur Nachhaltigkeit geknüpft – eine Schweizer Premiere –, aber deren Durchsetzbarkeit und Kontrolle vor Ort ist mehr als fraglich.

Die SP Obersiggenthal empfiehlt daher, das Freihandelsabkommen mit Indonesien abzulehnen. Wir verstehen unter Nachhaltigkeit, dass faire Arbeitsbedingungen gewährleistet sind, dass die Umwelt geschützt ist und dass dem Boden und den Menschen Sorge getragen wird. Das billige Import-Palmöl aus Indonesien wird aber überwiegend in Monokulturen und unter Einsatz von Pestiziden sowie unter schlechten Arbeitsbedingungen angebaut und es konkurrenziert so nachhaltiger hergestellte Pflanzenöle. Während wir in der Schweiz betreffend Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität zu Recht hohe Anforderungen stellen, widersprechen die Verhältnisse in Indonesien völlig unseren Ansprüchen. Daher überzeugt das Freihandelsabkommen mit Indonesien nicht.

SP Obersiggenthal