graue Panther Olten und Umgebung
Solidaritätsreflex der Schweiz

Martin Engel
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Bild: Martin Engel

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(chm)

Solidaritätsreflex der Schweiz

Frau Judith Schuler, Direktorin Kommunikation & Fundraising der Glückskette, war zu Besuch beim Verein der Grauen Panther Olten und Umgebung.

«Wir von der Glückskette werden oft als Solidaritätsreflex der Schweiz bezeichnet, die Hilfsbereitschaft der Schweizer Bevölkerung ist tatsächlich grandios». – So eröffnete Schuler ihr Referat. Es gelang der kompetenten Referentin eindrücklich, die eher unbekannten Hintergründe der Aktionen der Glückskette darzustellen, und die Vernetzung mit anderen Hilfsorganisationen zu erklären. Keine Hilfsorganisation ist so bekannt und geniesst so viel Vertrauen in der breiten Bevölkerung wie die Glückskette.

Wenn in der Schweiz oder im Ausland eine ausserordentliche Katastrophe eintritt, dann werden in Zusammenarbeit mit SRF grosse Sammelaktionen durchgeführt. Für die Ukraine z. B. sammelte die Glückskette in wenigen Tagen ein Rekordergebnis von 127 Millionen. Dieser Vertrauensbeweis verlangt grosse Verantwortung. Nie wird als Soforthilfe einfach Geld an eine Regierung oder eine nicht bekannte lokale Organisation geschickt. Schuler zeigte auf, wie die Glückskette in eingespielten Verfahren mit andern vor Ort tätigen Organisationen zusammenarbeitet, z. B. Caritas, Helvetas, Rotes Kreuz. Spätere Zuwendungen werden erst nach einer genauen Prüfung konkreter Projekte gewährt. Kontrolle und Nachhaltigkeit sind Grundlage der Entscheidungen.

Die Glückskette steht manchmal in der Kritik, weil es «zu wenig rassig» gehe, aber die Seriosität der Stiftung darf nicht gefährdet werden. Nur maximal 5 % der Spendengelder fliessen in die Administration und viele Leistungen werden ehrenamtlich erbracht.

Die Fragerunde verlief engagiert und Judith Schuler konnte weitere Details ihrer Arbeit illustrieren. Die Grauen Panther Olten dankten der Referentin mit einer Spende für die Glückskette.