Leserbeitrag
Rejoice Singers - mit Leib und Seele für die Musik

Am 21./22. Nov. begeisterten die Rejoice Singers, unterstützt von den Aarauer Turmbläsern, das Publikum mit jazzigen Gospel- und afrikanischen Trommelrhythmen in der Gränicher Kirche

Marcel Siegrist
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Zweimal war die Kirche Gränichen bis auf den allerletzten Sitzplatz gefüllt, als die Aarauer Turmbläser das Jahreskonzert der Rejoice Singers unter der Leitung von Vreni Brotschi eröffneten.

Ein fulminantes „Jesus Christ Superstar" der Bläserformation steigerte die Spannung auf die freudig erwarteten Rejoice Singers, diesmal begleitet von Jazzpianist Thomas Steiner und Gasttrommler Mike Mayr. Einmal mehr versprachen die von Vreni Brotschi ausgesuchten, neu arrangierten und überarbeiteten Gospels und Spirituals, insbesondere die englischsprachige Jazz-Gospelmesse von Stefan Zebe, wahren Musikgenuss.

Die Konzertbesucher lauschten aufmerksam der vom Gränicher Pfarrer Simon Pfeiffer vorgetragenen Einführung in die Geschichte der Messe, die zum Aufmarsch des Chors überleitete.

Die Rejoice Singers zogen das Publikum mit einem präzis gesungenen „Kyrie", das die Gnade Gottes förmlich spürbar machte, in seinen Bann. Das darauf folgende Gloria „Glory be to God on High"erstrahlte mit sich wundervoll auflösenden Reibungsklängen. Das „Sanctus" überraschte mit verblüffenden Harmoniewechseln des Chors und fetzigen Einlagen der Turmbläser. „You alone are Holy O Lord", das Benedictus der Messe, wurde von der Solistin Pamela Höchtl hingebungsvoll interpretiert. Das Agnus Dei „Lamb of God" wurde von solistischen Einlagen begleitet und schloss die Messe ab. Durch das gekonnte Dirigat der Chorleiterin wurde die Messe, zusammen mit der exzellenten Klavierbegleitung durch Thomas Steiner, zu einem beeindruckenden Klangerlebnis.

Nach dem Ausmarsch der Gesangsformation begeisterte die Trommelgruppe „Jambe Jam Gränichen" mit eigen arrangierten afrikanischen Rhythmen. Erneut erklangen die Turmbläser mit zwei Gospels, bevor die Rejoice Singers, nun in bunte Blusen gekleidet, den A cappella Song „Down by the Riverside" mit Drive und Freude vortrugen. Es folgten ein mitreissendes „Swing low, sweet chariot" und ein „Medley", in dem Armin Brotschi und die stimmgewaltige, erst 16-jährige Salomé Acquaye als Vorsänger überzeugten.

Mit „African Alleluja" verabschiedete sich der Chor, um sich nach tosendem Applaus und Standing Ovations erneut für die Zugaben aufzustellen. Nachdem auch die Aarauer Turmbläser zu einer Zugabe aufgefordert sowie die Sponsoren und Mitwirkenden verdankt worden waren, endete ein unvergesslicher Novemberabend.(pam)

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