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Wallfahrt zur Königin des Friedens

Marianne Baldinger-Lang
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undefined Die Muttergottesstatue wurde von Koreanern gestiftet, Berg Podbrdo
Medjugorje 2015 Blaues Kreuz am Erscheinungsberg
undefined Kreuzweg auf den Kreuzberg Krizewac
Medjugorie 2015
Medjugorie 2015 Das Kreuz wurde im Jahre 1933 errichtet und ist 8,5 m hoch. Im Innern des Kreuzes wurde eine Kreuzreliquie eingelegt.
Medjugorie 2015 Die Wallfahrer auf der Reise nach Medjugorje

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Vom 17. bis 25. Oktober weilten 25 Pilger aus der deutschsprachigen Schweiz mit Pfarrer Paul Schuler auf Wallfahrt in Medjugorje.

Medjugorje liegt in Bosnien Herzegowina. Die Reise mit dem Eurobus führte die Wallfahrer von Windisch über Luzern, Lugano, Mailand und Padua nach Triest. Nach 900 Kilometern wurde im Hotel Kastel in Crikvenica übernachtet.

Am nächsten Morgen wurde die Reise bei Regen fortgesetzt nach Senj, Zadar, Split und Medjugorje. Während der Carfahrt wurde der Rosenkranz gebetet. Die Medjugorje-Kennerin Sylvia Keller-Waltisberg erzählte von diesem Wallfahrtsort, wo es während der Sommerwallfahten bis zu 70'000 Pilger hat. 1991 wurde dieser Ort von Rom als Gebetsstätte anerkannt.

Die Geschichte von Medjugorje

Am 24. Juni 1981, am Fest des heiligen Johannes des Täufers, sahen sechs Kinder der Pfarrei Medjugorje - Ivanka, Mirjana, Vicka, Ivan Dragiecevis, Ivan Ivankovic und Milka - gegen 17.40 Uhr auf dem Berg Podbrdo eine weibliche Gestalt mit einem Kind auf dem Arm. Seit diesem Tag hatten die Kinder täglich Erscheinungen, gemeinsam oder getrennt. Die Gottesmutterr stellte sich als Königin des Friedens vor. "Zwischen Gott und Mensch soll wieder Friede herrschen. Der Friede soll unter den Menschen sein". So lautete ihre Botschaft.

Abendprogramm bei schönem Sonnenuntergang

In Medjugorje bezogen die Pilger für vier Nächte die Häuser Mica und Slavica. Bei einem schönen Sonnenuntergang konnten die Wallfahrer am Abendprogramm unter freiem Himmel teilnehmen, das bei der Pfarrkirche des heiligen Jakobus stattfand. Der Rosenkranz wurde auf Kroatisch vorgebetet, und jeder der zirka 5000 Pilger aus aller Welt betete in seiner Muttersprache. Währnd des Rosenkranzes konnten die Pilger bei den rund 50 Beichthäuschen das Sakrament der Beichte empfangen. Um 18 Uhr folgte die heilige Messe auf Kroatisch. Dank Radio oder Handy konnte man auf Deutsch zuhören. Nach der Messe folgten das Heilungsgebet und der Rosenkranz. Nun begaben sich die Pilger in ein Restaurant, um bei einer guten Pizza und einem Glas Wein den Tag ausklingen zu lassen.

Besuch des Cenacolo

Bei Regen stand am nächsten Tag das Zeugnis des ehemaligen Autohändlers Patrick auf dem Programm, der sich durch die Botschaft der Gottesmutter bekehrt hat. Am Nachmittag besuchte die Pilgergruppe das Cenacolo, das von Sr. Elvira gegründet wurde. Heute finden dort junge Drogenabhängige oder Süchtige, die auf der Strasse leben, ein neues Zuhause. Auch das "Mutterdorf"- Waisenhaus, das von Pater Slavko Barbaric nach den Kriegszeiten ins Leben gerufen wurde und von Frau Schwani bis heute mit grossem Engagement weitergeführt wird, wurde besucht.

Als das Wetter besser wurde, konnten die Pilger zum Erscheinungsberg Podbrdo gehen, um bei den freudenreichen Rosenkranzstationen zu beten. In der Mitte des steinigen Hügels befindet sich der Ort der ersten Erscheinung. Eine grosse Muttergottesstatue aus Marmor wurde dort aufgestellt, die von Koreanern zum Dank für eine Heilung und Bekehrung gestiftet worden ist. Es ist ein Ort des Friedens.

Kreuzweg darf nicht fehlen

Am Ende der Reise durfte der Kreuzweg nicht fehlen. Dieser befindet sich auf dem Kreuzberg Krizewac, das ist ein Berg bei Medjugorje (520 Meter über Meer). Die Pfarrei von Medjugorje errichtete dort im Jahre 1933 ein Kreuz von 8,5 Metern Höhe. Im Innern des Kreuzes wurden Kreuzreliquien eingelegt.

Vor der Heimreise feierte Pfarrer Schuler die heilige Messe. Auf der Reise bedankte sich Olga Knecht bei Chauffeur Beni Hagg, der die Pilger seit 1982 jeweils mit dem Car nach Medjugorje führte und dieses Jahr wegen seiner Pensionierung das letzte Mal als Chauffeur dabei war. Olga Knecht verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sie Beni Hagg das nächste Jahr als Teilnehmer an der Wallfahrt begrüssen darf, die vom 8. bis 15. Oktober 2016 geplant ist.

Lengnau, 3. November 2015

Marianne Baldinger-Lang

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