gemeindenachricht
Blühende Naturinseln werden bewusst gefördert

Benedikt Anderes
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Bild: Benedikt Anderes

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(chm)

Es ist auffällig in Kriens: Viele Verkehrsinseln und Wiesen am Strassenrand blühen derzeit in schönster Sommerpracht. Ein Zufall ist das nicht: Das Team des städtischen Werkunterhalts hat die letzten Jahre bewusst auf dieses Ziel hingearbeitet.

Es summt und kriecht aktuell in vielen Rabatten, Verkehrsinseln und auf Wiesenflächen in Kriens. Mehr als auch schon. Der Grund: Die Flächen – vielfach mitten im Verkehr gelegen – sind blühende Blumenbeete mit vielfältiger Flora geworden. Was das Auge von aufmerksamen Passantinnen und Passanten erfreut, hat aber auch einen ökologischen Hintergrund: Die Blumenflächen leisten einen Beitrag zur Vernetzung und kompensieren für die Natur im dicht besiedelten Raum wichtige Funktionen für Pflanzen und Tiere.

Damit leisten Verkehrsinseln wie etwa im Kupferhammer, auf der Hergiswaldstrasse oder im Mattenhof einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Mehr, als sie das als reine Rasenflächen tun würden.

Ein Zufall ist die für Mensch und Natur sinnvolle Blütenpracht nicht. Sie ist vielmehr auf eine bewusste und geduldige Pflege der Anlagen durch das Team des Werkunterhalts zurückzuführen. Ausgesuchte Flächen wurden dazu in den letzten Jahren Schritt für Schritt in diese Richtung angepasst. Ausgesucht wurden die Flächen unter verschiedenen Gesichtspunkten. Insbesondere spielte auch der Sicherheitsaspekt eine wichtige Rolle, muss doch ein höheres Pflanzenwachstum mit Blick auf die Übersichtlichkeit aller Verkehrsteilnehmenden auch zu verantworten sein.

Im Team des Werkunterhaltes Kriens wurde das entsprechende Fachwissen durch Weiterbildungen aufgebaut, damit der Wechsel von reinen Grünflächen zu Blumenwiesen gelingt. Erforderlich ist eine spezielle Pflege des «Begleitgrüns», wie das Fachleute bezeichnen. Die Flächen werden speziell gepflegt. So wird nur sanft gemäht, damit Jungpflanzen zuerst Wurzeln können, und Unkraut («Beikraut») wird selektiv und manuell entfernt. Die Blumen finden so einen guten Nährboden, wenn sie angesät werden.

Beim Bau von Neuanlagen (wie etwa bei den beiden Kreiseln Lauerz und Sternmatt) wurde auch der Aufbau des Untergrundes mit Blick auf diese Denkweise angepasst. Verwendetes Substrat soll Wasser speichern, und zum Einsatz kommen bewusst mehrheitlich einheimische Pflanzen, die mit weniger Bewässerung auskommen und die steigenden Tagestemperaturen besser aushalten.

Bildergalerie auf: kriens.ch