«Es scheint fast so, als wären wir Velofahrer aktuell mitten im Visier der Polizei», sagt eine Leserin gegenüber «20 Minuten». Die Polizisten hätten am Donnerstag massenhaft Velofahrer gebüsst und «richtig Geld gemacht». Besonders in den letzten Wochen sei es zu vielen Velokontrollen im Enge-Quartier gekommen.

Fahrverbote nicht eingehalten

Laut Mario Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich, stimmt es nicht, dass die Polizei es momentan gezielt auf Velofahrer abgesehen habe. Ihr Auftrag sei es schliesslich, die Fussgänger zu schützen und deshalb Kontrollen durchzuführen, sagt er zum Pendlerblatt. Im Fall der Rentenwiese seien in den letzten Tagen Klagen aus der Bevölkerung eingegangen, dass Velofahrer die Fahrverbote nicht einhalten würden. Bei der Kontrolle vom Donnerstag seien innert 2 Stunden 77 Velofahrer aus eben diesem Grund verzeigt worden. Diese Lenker müssen 30 Franken Busse zahlen.

Der Geschäftsführer von Pro Velo Zürich, Dave Durner, meint, die Rentenwiese sei ausreichend ausgeschildert. Einen Grund zur Aufregung sieht er keinen. «Wir sind der Ansicht, dass am See ziemlich alles einigermassen klar signalisiert ist. Das Fahrverbotsschild auf den Bildern ist auch ziemlich prominent platziert und gut sichtbar», erklärt er. Velokontrollen würden jedoch nur bedingt abschrecken. «Schon gar nicht, wenn man zwar eine Busse zahlt, aber immer noch keine vernünftige Veloverbindung hat, wie beispielsweise an der Langstrasse.» (sho)