Die Urdorfer Bibliothekarin Jessica Purkert arbeitet seit bald einem halben Jahr in der Gemeindebibliothek Urdorf. Mit Herzblut betreut sie die Medien des Jugendbereichs, zu dem auch das hier vorgestellte Buch gehört.

Purkert wohnt mit ihrer Familie in Urdorf. In ihrer Freizeit reist sie gerne und sie liebt das Kochen mit Freunden und nascht am liebsten schwarze Schokolade.

Warum hast Du zu diesem Roman gegriffen?

Jessica Purkert: Zeitgleich zum Einkauf des Buches habe ich zwei Fachartikel zu den Themen Klimawandel und Grundwasser gelesen. Ich bin sehr an klimapolitischen Themen interessiert; da war es passend, diese Geschichte auszuwählen. Ausserdem verspricht der Autor, welcher zu meinen Lieblingsschriftstellern gehört, stets spannende und aussergewöhnliche Unterhaltung. Diesen Roman hat er zusammen mit seinem Sohn geschrieben.

Worum geht es in diesem Buch?

Die Protagonistin ist ein normales Mädchen, das sich mit ganz alltäglichen Problemen herumschlägt, bis zu dem Tag, an dem kein Wasser mehr fliesst. Durch Verschleierung und menschliches Versagen wurde für eine Situation, welche sich schon länger abgezeichnet hatte, nicht vorgesorgt. Nun steht die Bevölkerung völlig unvorbereitet da und die staatlichen Einrichtungen sind völlig überfordert. In diesem Moment beginnt für die Romanheldin und ihre Familie der Kampf ums Überleben. Wasser ist zu solch einer kostbaren Ressource geworden, dass viele Menschen auch vor Gewalt und Mord nicht zurückschrecken. In so einer Katastrophensituation wird ersichtlich, wie schnell menschliche Gemeinschaften zerbrechen und jeder sich primär um sein eigenes Überleben sorgt.

Wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Sie wurden nicht nur erfüllt, sondern auch noch übertroffen. Das Buch geht einem direkt unter die Haut, es ist beängstigend und ausserdem fesselnd geschrieben. Das Szenario wurde vom Autor so realistisch entworfen, dass man sich plastisch vorstellen kann, wie es jederzeit zu solch einer Katastrophe kommen kann. In Zukunft können sich durch den Klimawandel Szenarien wie Wasserverknappung auch in Regionen abspielen, welche von diesen Problemen in der Vergangenheit noch nicht betroffen waren. Eine Mahnung an alle, den Umgang mit natürlichen Ressourcen nicht als selbstverständlich zu betrachten.

Wem würdest Du dieses Buch empfehlen?

Eigentlich allen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Aber auch allen Fans von spannenden Endzeit-Thrillern.

* Karin Korn ist die Leiterin der Bibliothek Urdorf.