Jahresrückblick 2017

Das waren die Limmattaler Schlagzeilen in den Monaten Januar bis April

Anfang 2017 sorgte unter anderem das geplante Depot der Limmattalbahn im Dietiker Gebiet Müsli für Schlagzeilen.

Anfang 2017 sorgte unter anderem das geplante Depot der Limmattalbahn im Dietiker Gebiet Müsli für Schlagzeilen.

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Hier gibt es einen Rückblick auf alle wichtigen Ereignisse im Limmattal in den Monaten Januar bis April.

5. Januar

Bruno-Weber-Park sorgt für viele Schlagzeilen

Der Bruno-Weber-Park ist berühmt für seine fantasievollen Figuren, mit denen er seine Besucher in den Bann zieht. Berüchtigt ist er aber auch dafür, dass er immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Die Nachlassverwalter des Dietiker Künstlers Bruno Weber, eine Stiftung und ein Verein, verstrickten sich auch in diesem Jahr in Kleinkriege mit Vollstreckungsandrohungen, Bilderentzug und Nutzungsvertragskündigungen. Los ging es im Januar mit einer Stiftungsaufsichtsbeschwerde.

Der Bruno-Weber-Park sorgt für Streit. Die Nachlassverwalter des Dietiker Künstlers, eine Stiftung und ein Verein gerieten sich 2017 immer wieder in die Haare.

Der Bruno-Weber-Park sorgt für Streit. Die Nachlassverwalter des Dietiker Künstlers, eine Stiftung und ein Verein gerieten sich 2017 immer wieder in die Haare.

24. Januar

Angela Magdici muss nicht ins Gefängnis

Die 33-jährige Gefängnisaufseherin hatte dem verurteilten Vergewaltiger Hassan Kiko zur Flucht verholfen. Der Fall hatte 2016 europaweit Aufsehen erregt. Nun urteilten die Richter des Bezirksgerichts Dietikon über die Taten der Aargauerin: 15 Monate Haft auf Bewährung.

Angela Magdici und ihr Anwalt Urs Huber (im schwarzen Mantel hinter ihr) verlassen das Bezirksgericht Dietikon.

Angela Magdici und ihr Anwalt Urs Huber (im schwarzen Mantel hinter ihr) verlassen das Bezirksgericht Dietikon.

12. Februar

Leimgrübler entscheidet ersten Wahlgang für sich

Der Fall Adrian Leimgrübler bewegte das Limmattal lange. Der ehemalige Statthalter des Bezirks Dietikon kandidierte trotz hängiger Rechtsverfahren wieder für das Amt. Kurz vor dem ersten Wahlgang konnte er einen juristischen Erfolg verbuchen: Es wurde angekündigt, dass das Strafverfahren gegen ihn eingestellt wird (was dann im März auch geschah). Aus dem ersten Wahlgang ging er im Februar als Sieger hervor. Er verwies Simon Hofmann (FDP) und Ramon Steffen (parteilos) auf die Plätze. Das waren die ersten von Leimgrüblers Erfolgen des Jahres. Im zweiten und entscheidenden Wahlgang im Mai gewann dann Simon Hofmann. 

27. Februar

Bergdietiker sanieren Schule für 4.7 Millionen

Für Sanierung und Umbau der Schule wollte der Bergdietiker Gemeinderat von der Gemeindeversammlung die Zustimmung zu einem Kredit in Höhe von
4,3 Millionen Franken. Die Stimmbürger kippten allerdings die geplante Ölheizung zugunsten einer ökologischeren Technik aus den Planungen, was die Kosten auf 4,7 Millionen Franken trieb.

12. März

Alte Schönenwerdbrücke ist Geschichte

Der grösste Raupenkran der Schweiz hob gegen zwei Uhr morgens die 155 Tonnen schwere Stahlkonstruktion der alten Schönenwerdbrücke aus. Hunderte Zuschauer verfolgten das Spektakel. Der Neubau wurde nötig, weil die 1936 erbaute und 1994 instandgesetzte Schönenwerdbrücke in die Jahre gekommen war. Eine 2011 durchgeführte Überprüfung ergab, dass die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben war. Seit letzter Woche ist nun die neue Brücke in Betrieb.

Blick auf den Ausbau der alten Stahlkonstruktion der Schönenwerdbrücke mit dem grössten Raupenkran der Schweiz. Seit letzter Woche ist nun die neue Brücke im Betrieb.

Blick auf den Ausbau der alten Stahlkonstruktion der Schönenwerdbrücke mit dem grössten Raupenkran der Schweiz. Seit letzter Woche ist nun die neue Brücke im Betrieb.

27. März

Limmattalbahn-Depot kommt ins Müsli

Das Depot für die Fahrzeuge der Limmattalbahn wird im Dietiker Gebiet Müsli auf Kulturland erstellt werden. Das entschied der Zürcher Kantonsrat mit 100 zu 65 Stimmen. Der ursprünglich geplante Standort auf dem Spreitenbacher Gebiet Asp war wegen Altlasten aus dem Rennen. Das Bahndepot soll 2019/2020 gebaut werden. Im Nachgang beklagten sich Dietiker Gemeinderäte aller Fraktionen über den Entscheid und gaben dem Dietiker Stadtrat eine Mitschuld – dieser sei zu untätig gewesen.

10. April

Die Baubewilligung für die Limmattalbahn ist da

Das Bundesamt für Verkehr erteilte der Limmattalbahn die Baubewilligung. Nachdem das Stimmvolk des Kantons Zürich im November 2015 den Kredit für die Bahn gesprochen hatte, war mit der Baubewilligung der zweite grosse Meilenstein auf dem Weg zur Bahn erreicht.

11. April

Die Limeco will das Coop-Areal kaufen

Seit 2016 ist klar, dass die Limeco bis 2030 ihren heutigen Standort der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) in Dietikon schliessen und ersetzen muss, da diese dann ihr Lebensende erreicht. Auf dem heutigen Standort ist aus Platz- und Umweltschutzgründen kein grösserer Neubau möglich. Im April gab die Limeco bekannt, dass sie als neuen Standort das Areal des Coop-Verteilzentrums an der Reservatstrasse direkt neben der KVA kaufen will. Voraussichtlich im Juni stimmt das Volk über den Kaufvertrag ab.

Die Dietiker Kehrichtverwertungsanlage (KVA) wird 2030 ausrangiert. Für einen Neubau will die Limeco das Areal des Coop-Verteilzentrums direkt neben der alten Anlage kaufen.

Die Dietiker Kehrichtverwertungsanlage (KVA) wird 2030 ausrangiert. Für einen Neubau will die Limeco das Areal des Coop-Verteilzentrums direkt neben der alten Anlage kaufen.

20. April

Kälteeinbruch setzt Obstbäumen und Reben zu

Spät im April traf ein Kälteeinbruch die Limmattaler Obst- und Weinbauern schwer. In den Frostnächten der zweiten Aprilwoche froren ein Grossteil der Apfel-, Birnen-, und Zwetschgenblüten ab. Auch die schon ausgebildeten kleinen Kirschen fielen den tiefen Temperaturen zum Opfer. In Weiningen starben in einer einzigen kalten Nacht über 80 Prozent der Triebe an den Rebstöcken ab.

Ein später Kälteeinbruch verursachte grosse Schäden an Obstbäumen und Reben.

Ein später Kälteeinbruch verursachte grosse Schäden an Obstbäumen und Reben.

25. April

Unterengstringen hat sein neues Gemeindehaus

Was lange währt, wird endlich gut: Seit dem 25. April empfängt die Unterengstringer Verwaltung die Einwohner im schmucken neuen Gemeindehaus. Die Anfänge dieser Geschichte reichen zurück bis ins Jahr 1998, als der damalige Gemeindeschreiber sagte, dass das alte Gebäude zu klein wird. Der Neubau erinnert an die Scheune, die dort früher stand. Am 1. Juli war Tag der offenen Tür. Ins alte Gemeindehaus sollen Wohnungen und Gewerberäume kommen.

Das neue Gemeindehaus erinnert an die Scheune, die dort früher stand.

Das neue Gemeindehaus erinnert an die Scheune, die dort früher stand.

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