Mit Kleber ausgerüstet hängt Roger Bachmann (SVP) im «Gleis 21» weisse Plakate an die Wand. Sie warten darauf, mit Anregungen, Wünschen oder Kritik gefüllt zu werden. Der Stadtpräsident ist für das erste «Fiirabigbier» ins Kulturlokal am Bahnhof Dietikon eingekehrt. Die Veranstaltung soll Bürgerinnen und Bürgern eine niederschwellige Möglichkeit geben, sich mit dem Stadtpräsident auszutauschen. «Es ist wichtig, dass der Stadtpräsident aus dem Stadthaus und zu den Menschen kommt», sagt Bachmann. So könnte die Bevölkerung sehen, dass Politiker auch nur ganz normale Menschen sind.

Das Lokal ist gut besucht. An den meisten Tischen macht Bachmann kurz halt und begrüsst die Menschen. Anschliessend hält der Stadtpräsident im Veranstaltungsraum nebenan eine kurze Ansprache und informiert unter anderem über das geplante Quartier Niderfeld, bevor er sich wieder unters Volk mischt.

Natürlich sind auch einige Politiker und Kulturschaffende vor Ort, aber nicht alle kennen Roger Bachman bereits persönlich. «Es ist sympathisch, ihn mal in so einem ungezwungenen Rahmen kennenzulernen», sagt Immobilienanbieterin Beatrice Ludwig. Vorher habe sie ihn noch nie persönlich getroffen. Auch Amadeo Drigatti, der die Oberstadt-Bäckerei führt, schätzt die Gelegenheit zum Austausch. Als Gewerbler könnte man auch gleich noch pragmatisch eigene Anliegen loswerden, finden beide.

Wie es mit dem «Fiirabigbier» weitergeht, ist noch offen. Man wolle die Erfahrungen des Abends auswerten und dann entscheiden, sagt Bachmann.