Gewerbe

Die «Dietiker Wäppli» sollen das lokale Gewerbe unterstützen

Belohnung für lokale Einkäufe: Margrith Stähli übergibt Geschäftsführer Pascal Bättig die Treuebons für das Reformhaus Libergy.

Belohnung für lokale Einkäufe: Margrith Stähli übergibt Geschäftsführer Pascal Bättig die Treuebons für das Reformhaus Libergy.

Die ehemalige Lehrerin Margrith Stähli lanciert Treuebons. Doch nicht alle Dietiker Gewerbler waren gleich begeistert von dieser Aktion.

Margrith Stähli klebt einen grossen runden Sticker an die Türe des Dietiker Reformhauses Libergy. Sie gibt damit den Startschuss für eine neue Aktion der Dietiker Standortförderung. In den kommenden Monaten können Käuferinnen und Käufer sogenannte «Dietiker Wäppli» sammeln. Läden und Restaurants, welche die Treuebons verteilen, sind gekennzeichnet mit einem Kleber, auf dem das Stadtwappen prangt.

Die Idee kam von der langjährigen Dietiker Lehrerin Margrith Stähli. Ihr Vorschlag überzeugte die Jury beim Ideenwettbewerb «Mitenand für Dietike» im letzten Jahr. Damals wurden Aktionen gesucht, um das Zentrum zu beleben und zu verschönern sowie den Dietiker Detailhandel zu stärken.

Nun ist es offiziell: Dieses Geschäft verteilt die «Dietiker Wäppli».

Nun ist es offiziell: Dieses Geschäft verteilt die «Dietiker Wäppli».

«Wir sind ein Volk der Sammler»

Mit den Treuebons sollen die Kunden animiert werden, lokal einzukaufen. Auch wenn die Idee jahrhundertealt ist, das Sammeln von Marken oder Bons ist immer noch sehr beliebt. «Wir sind ein Volk der Sammler. Da machen sogar die Jungen mit», sagt der Dietiker Standortförderer Adrian Ebenberger. Haben die Sammler eine Seite mit Dietiker Wäppli gefüllt, können sie auf verschiedene Gewinne hoffen.
Nebst Tickets für den Leichtathletikevent Weltklasse Zürich 2021, einem Velohelm und Bettwäsche werden verschiedene Gutscheine von lokalen Unternehmen verlost.

Es sei jedoch gar nicht so einfach gewesen, die Gewerbler zur Teilnahme zu animieren, sagt Stähli. In den vergangenen Wochen klopfte sie bei über 200 Läden und Restaurants an und stellte ihre Idee vor. «Viele vertrösteten mich, doch sie meldeten sich nicht mehr», sagt sie. Kaum ein Unternehmen hätte beim ersten Kontakt Ja gesagt. «Obwohl es manchen Läden schlecht ging, sagten sie, die Aktion sei ihnen zu kompliziert», sagt Stähli.

Schliesslich konnte sie 28 Geschäfte und 10 Restaurants für die Idee begeistern. Motivation für die vielen freiwilligen Arbeitsstunden war für sie, dass nicht noch mehr Geschäfte das Stadtzentrum verlassen. «Wir haben bereits eine lokale Papeterie verloren, die restlichen Läden sollen in Dietikon bleiben», sagt Stähli. Deshalb sei es äusserst wichtig, dass so viele Bewohner wie möglich lokal einkaufen.
In den vergangenen Wochen hörte Standortförderer Ebenberger von einigen lokalen Unternehmern und von Marktfahrern auf dem seit 13. Mai wieder laufenden Frischmarkt, dass Dietikerinnen und Dietiker vermehrt bei ihnen einkaufen. «Das war ein positiver Nebeneffekt», sagt er. Nun hoffe er, dass die Dietiker Wäppli dazu beitragen, dass auch künftig viele Einkäufe beim lokalen Gewerbe getätigt werden.

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