Schlieren

Der Gasometer ist gerettet

Das Schlieremer Wahrzeichen bleibt erhalten.

Das Schlieremer Wahrzeichen bleibt erhalten.

Nachdem ein junger Installationskünstler Anfang November 2017 sein begehbares Kunstwerk im Schlieremer Gasometer zeigte und diesen somit erstmals seit Jahren wieder für die Öffentlichkeit begehbar machte, folgten Ende November dann bereits schlechte Nachrichten: Die Schäden am Schlieremer Wahrzeichen sind gross, die Sanierung könnte teuer werden. Mitte 2018 wurde dann ein Projekt zur Sanierung des Gasometers vorgestellt. Angesichts der hohen Kosten bangten viele Einwohnerinnen und Einwohner von Schlieren und dem ganzen Limmattal darum, ob der Kanton Zürich als Besitzer des Gasometers die Millionen tatsächlich zahlt oder ob der Gasometer abgebrochen wird. Unter dem Motto «Wir haben für unsere Blutbuche gekämpft, wir werden auch für unseren Gasometer kämpfen» erhielt das Sanierungsprojekt dann aber von sehr vielen Seiten Zuspruch. Der Kanton stellte das Geld in Aussicht, das Denkmal von 1899 ist gerettet. (ARU)

Dietikon

Besucherandrang am Stadtfest bringt satten Gewinn

Das Dietiker Stadtfest zog zahlreiche Besucher an.

Das Dietiker Stadtfest zog zahlreiche Besucher an.

Jahrelange Vorplanungen und der Effort aller Beteiligten wurden nun von Erfolg gekrönt. Das Dietiker Stadtfest, das vom 31. August bis 2. September gefeiert wurde, sorgte für einen satten Zustupf im Stadtsäckel. Der genaue Betrag steht zwar noch nicht fest. Aber bei der Stadt ist bereits von einem höheren fünfstelligen Betrag die Rede. Dafür sorgte nicht nur das überwältigende Interesse der Dietikerinnen und Dietiker, die ihre Stadt feierten, sondern auch zahlreiche Besucher aus nah und fern. Insgesamt kamen an den drei Tagen weit über 35'000 Besucher auf die Festplätze im Zentrum und im Limmatfeld. «Gut möglich, dass angesichts des überwältigenden Zuspruchs das Stadtfest nun eine feste Grösse im Dietiker Veranstaltungskalender wird», meinte Projektleiter und Standortförderer Michael Seiler.
Unter dem Motto «Dietikon bewegt» frönten die Dietiker auf ihrem Fest ausgiebig der Unterhaltung und der Geselligkeit. 43 Vereine und Organisationen machten die Festplätze mit zwei Bühnen zu Publikumsmagneten. Besonderen Anklang fanden die Konzerte von lokalen Künstlern und bekannte Acts aus der Schweizer Musik- und Comedyszene, aber auch das kulinarische Angebot in der Festbeiz im Zentrum und auf der Chilbi im Limmatfeld. (GAH)

Kloster Fahr

Die Schwestern finden die erhofften Investoren

Die Schwestern haben gut lachen: Die Investoren sind gefunden.

Die Schwestern haben gut lachen: Die Investoren sind gefunden.

Seit über 880 Jahren steht das Kloster Fahr als «Oase des Limmattals» an den Ufern der Limmat. Bewohnt wurde es seit jeher von Benediktinerinnen. Doch letztes Jahr war es Zeit, in eine neue Richtung aufzubrechen. Die 20 Schwestern unter der Leitung von Priorin Irene Gassmann verkündeten, dass für Teile des Klosters Investoren, Mieter und Pächter gesucht werden würden, die den Fortbestand des Klosters und seiner Annexgebäude sichern und Investitionen für Rennovationen tätigen können. Es war ein ungewohnter Schritt in eine unbekannte Richtung. Doch dieser hat sich ausgezahlt. Wie das Kloster Fahr gestern mitteilte, konnten diverse Investoren gefunden werden, die gewillt sind, Gebäudeteile wie die Bäuerinnenschule, das Wirtshaus oder die Landwirtschafsbetriebe zu übernehmen und im Sinne des Klosters weiterzuführen und mit Investitionen zu sichern, sodass das Kloster, das seit beinahe neun Jahrhunderten seinen Sitz im Limmattal hat, auch in Zukunft fortbestehen wird. (KEC)

Dietikon

Überraschung: Bernhard Schmidt wird Stadtpräsident

Das kam unerwartet: Bernhard Schmidt ist neuer Dietiker Stadtpräsident.

Das kam unerwartet: Bernhard Schmidt ist neuer Dietiker Stadtpräsident.

Das hätten die wenigsten gedacht: Der parteilose Bernhard Schmidt wurde am gestrigen 4. März mit knapper Mehrheit zum neuen Dietiker Stadtpräsidenten gewählt. Schmidt, der Schulpfleger ist, aber ansonsten noch kein politisches Amt innehatte, galt als Aussenseiter im Kampf um das Stadtpräsidium. Trotzdem konnte er den Favoriten Roger Bachmann (SVP) knapp distanzieren. Auf dem dritten Platz landete Anton Kiwic (SP).
Schmidt hatte sich bisher vor allem als vehementer Limmattalbahn-Gegner einen Namen gemacht. Er ist unter anderem verantwortlich für die Initiative «Stoppt die Limmattalbahn – ab Schlieren», über die das Stimmvolk voraussichtlich im Herbst 2018 abstimmen wird. Schmidt ist zudem bekennender Wachstumskritiker. Nachdem sein Wahlsieg gestern bekannt wurde, gab er denn auch umgehend zu Protokoll, er werde dafür sorgen, dass der Doppelspurausbau der Bremgarten-Dietikon-Bahn und die Planung des neuen Stadtteils Niderfeld gestoppt werden. (BHI)

Kantonalschützenfest

Limmattaler Schützen treffen ins Schwarze

Die Limmattaler Schützen nutzen den Heimvorteil und treffen am Kantonalschützenfest ins Schwarze.

Die Limmattaler Schützen nutzen den Heimvorteil und treffen am Kantonalschützenfest ins Schwarze.

Während dreier Wochenenden stand das Limmattal ganz im Zeichen der Schützen. Am gestrigen 1. Juli nun ging das 26. Zürcher Kantonalschützenfest mit den Festsiegerausstichen zu Ende. Neben den zahlreichen Erfolgen der heimischen Schützen freute sich OK-Präsident Hans Egloff auch über den reibungslosen Ablauf des Grossanlasses: «Es gab weder Unfälle noch andere gravierende Zwischenfälle», bilanzierte Egloff. Das Limmattal habe sich während dieser Tage von seiner besten Seite zeigen können. «Dank den zahlreichen freiwilligen Helfer fühlten sich die Gäste bei uns wohl», so Egloff. Rund 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Schweiz standen an den drei Wochenenden auf den Schiessplätzen Aesch, Bergermoos-Birmensdorf, Dietikon, Oberengstringen-Höngg und Weiningen im Einsatz. Dazu kamen Tausende von Besuchern, die den Wettkämpfen beiwohnten. Für einen störungsfreien Schiessbetrieb sorgten die rund 270 Helferinnen und Helfer, die an den Schiesstagen im Einsatz waren. (zim)

Urdorf

Forellen fühlen sich wohl im schönen neuen Schäflibach

Die Forellen fühlen sich im neuen Schäflibach pudelwohl.

Die Forellen fühlen sich im neuen Schäflibach pudelwohl.

Doppelt so viel Platz: Das hat das Hochwasserschutzprojekt dem Schäflibach in Urdorf gebracht. Mit einem Apéro wurde gestern das Bau-Ende gefeiert. Die Arbeiten, gestartet im Januar, dauerten etwas weniger als ein Jahr. «So kurz vor Weihnachten ist das wie ein schönes Geschenk», sagte Schäflibach-Pächter René Briner, «die Forellen fühlen sich richtig wohl.» Der jetzt 17 Meter breite Gewässerraum lockte in den letzten Tagen viele Spaziergänger an den Bachabschnitt vom Parkplatz Zwischenbächen bis zur A3. Mehr als üblich. Die schönste Freude ist aber die Vorfreude. «Im kommenden Frühling sieht es hier noch viel attraktiver aus, wenn alles schön grün wird», sagte Werkvorsteher Urs Rimensberger (parteilos). Spätestens dann schmerzen die drei Millionen Franken nicht mehr so sehr, die Urdorf auf Geheiss des Kantons für das Projekt zahlen musste. Auch die bis 2019 dauernde Sanierung der Birmensdorferstrasse kommt bisher gut voran. Bald ist die Holperpisten-Ära definitiv vorbei. Und alle Verkehrsteilnehmer fühlen sich wohler. (DEG)

Dietikon

Der Bund lenkt ein: Station Silbern geht bis 2029 in Betrieb

Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP): «Die Station Silbern geniesst unter allen Projekten des Bahn-Ausbaus 2030/2035 die höchste Priorität.»

Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP): «Die Station Silbern geniesst unter allen Projekten des Bahn-Ausbaus 2030/2035 die höchste Priorität.»

Es ist geschafft: Die S-Bahn-Station Dietikon Silbern wird in Bundesbern unterstützt. «Sie geniesst unter allen Projekten des Bahn-Ausbaus 2030/2035 die höchste Priorität», sagte Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP), als der Bundesrat im Dezember 2018 zuhanden des Parlaments seine Botschaft zum Bahn-Ausbau vorstellte. Eingelenkt hat der Bundesrat dank der Limmattaler Stellungnahmen, die während der Vernehmlassung in Bern ankamen. «Die Schreiben haben uns überzeugt. So zeigt etwa jenes der Stadt Schlieren, dass es sich bei der Station Silbern um eine regionale Notwendigkeit von nationalem Interesse handelt», so Leuthard. Nachdem am 15. Januar die Vernehmlassung endete, schaute sich eine Expertenkommission des Bundesamts für Verkehr mehrere Tage lang den Verkehr vor Ort an und informierte sich aus erster Hand beim Gewerbe. Hans Egloff (SVP) aus Aesch versprach, 2019 im Nationalrat ein flammendes Votum für die Silbern zu halten, um die Zustimmung im Rat zu sichern. Läuft alles nach Plan, wird die Station von 2024 bis 2029 gebaut. (DEG)