Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats hat den Vorentwurf zur "Ehe für Alle" in die Vernehmlassung geschickt. Dieser sieht die Öffnung der Ehe mit sämtlichen Rechten und Pflichten für Personen des gleichen Geschlechts vor. Bestehende eingetragene Partnerschaften sollen auf einfache Weise in eine Ehe umgewandelt werden können.

Zusätzlich zur Kernvorlage gibt es eine Zusatzvariante, die gleichgeschlechtlichen weiblichen Ehepaaren zusätzlich den Zugang zur Samenspende ermöglicht. Für diese spreche sich die Stadt aus, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Denn die Stadt unterstütze den Vorentwurf zur "Ehe für Alle", weil er die bestehende Diskriminierung beende. Dies allerdings nur, wenn allen Ehepaaren dieselben Rechte und Pflichten zugestanden würden. Diesen Anforderungen entspreche die Variante mit dem Zugang zur Samenspende.

Die Schweiz ist eines der letzten Länder Westeuropas ohne eine "Ehe für Alle" mit sämtlichen Rechten und Pflichten. Das 2007 eingeführte Partnerschaftsgesetz ermöglicht homosexuellen Paaren, ihre Beziehung rechtlich abzusichern.

Zwischen einer eingetragenen Partnerschaft und einer Ehe bestehen jedoch bedeutende Unterschiede. Um die damit verbundene Diskriminierung zu beenden, wurde 2013 die parlamentarische Initiative "Ehe für Alle" eingereicht.