Bezirkskirchenpflege

Ein fünfter Kandidat ist in Reichweite: Jetzt stellen sich gleich zwei zur Wahl

Die zwei Anwärter für den freien Sitz in der Bezirkskirchenpflege: Christophe Banderet und Daniela Frieden.

Daniela Frieden und Christophe Banderet steigen ins Rennen um den fünften Sitz in der reformierten Bezirkskirchenpflege.

Es sind gute Nachrichten für die reformierte Bezirkskirchenpflege: Wie Pierre Dalcher, der Präsident des Gremiums, bekannt gab, hat er zwei Anwärter für den vakanten fünften Sitz gefunden: Daniela Frieden aus Dietikon und Christophe Banderet aus Uitikon stehen am 1. September für den zweiten Wahlgang zur Verfügung.

Nachdem im Februar mittels einer stillen Wahl nur vier Mitglieder in das Gremium gewählt wurden, blieb mangels Kandidaten der fünfte Sitz bisher frei. Bei der Urnenwahl für den fünften Sitz – die ohne Kandidaten stattfand – resultierten hauptsächlich leere Wahlzettel.

Die Kandidaten sind motiviert

Das jetzige Kandidaten-Duo bringt beste Voraussetzungen mit. Daniela Frieden wohnt seit zwölf Jahren in Dietikon und ist als Steuerkommissärin beim Kanton Zürich angestellt. «Bis zum Zusammenschluss der reformierten Kirchgemeinden der Stadt Zürich war ich dort nebenberuflich in vier Rechnungsprüfungskommissionen der entsprechenden Gemeinden tätig. Mittlerweile stehe ich noch einer Kommission vor», sagt die 58-Jährige, die auch Präsidentin des Quartiervereins Altberg ist. Sie habe nun wieder die Kapazität, um sich für ein neues Amt in einer Kirchenpflege zu engagieren.

Der Wohnsitz ihres Konkurrenten Christophe Banderet ist Uitikon. Der Stabschef einer Versicherung ist in seiner Gemeinde auch als Vizepräsident der Rechnungsprüfungskommission tätig. «In meinem Berufsleben spielen das Controlling und das Changemanagement eine grosse Rolle, was zunehmend auch für die Kirche wichtig wird», sagt Banderet. Seine Erfahrungen möchte der 60-Jährige in das Amt einbringen und so die reformierte Kirche entsprechend unterstützen.

Die Aufgabe ist nicht zu unterschätzen

Noch im Frühling äusserte Pierre Dalcher den Wunsch, dass es von Vorteil wäre, ein weibliches Mitglied im Gremium zu begrüssen. Dennoch gilt Frieden nicht automatisch als Favoritin beim Präsidenten. «Beide Kandidaten eignen sich hervorragend für den Sitz in der Bezirkskirchenpflege», sagt Dalcher.

Die Suche nach einer fünften Person gestaltete sich langwierig. Beim Urnengang im Februar hatten die Stimmberechtigung zwar die Möglichkeit, einen selbst gewählten Namen auf die leere Zeile des Wahlzettels zu schreiben, aber dieses Verfahren trug keine Früchte, im Gegenteil: Auf gewissen Wahlzetteln fand sich sogar der Name des ehemaligen Papstes Benedikt wieder.

Es war laut Dalcher die damalige Berichterstattung der Limmattaler Zeitung, die Bewegung in die Angelegenheit brachte. «Es haben sich nach den Artikeln einige interessierte Personen gemeldet, denen ich allen persönlich die Aufgaben und Anforderungen erklärt habe», sagt er.

Der Sitz im Gremium sei nicht zu unterschätzen. «Man ist in dieser Position die erste Instanz gegenüber seinen Gemeinden und muss viel Zeit für deren Betreuung aufwenden», so Dalcher.

Nach den Gesprächen mit allen Interessierten blieben am Schluss Frieden und Banderet übrig. Deren Vorteil sei, dass sie auf dem Gebiet der Finanzen schon von Berufs wegen sehr versiert sind, so Dalcher. «In diesem Amt hat man es nicht selten mit Rechnungsfragen zu tun», sagt er.

Die Zuständigkeit wird neu beraten

Seit der stillen Wahl im Frühjahr sind in der Bezirkskirchenpflege erneut Präsident Dalcher mit den Visitiationsgemeinden Birmensdorf-Aesch und Uitikon, Vizepräsident Christoph Metzler mit Weiningen und der Protokollführer Steffen Kelch mit Dietikon vertreten. Seit Februar neu dabei ist Kurt Pech, der Schlieren übernahm.

Wenn am 1. September feststeht, wer das Quartett zum Quintett erweitert, werden sich die fünf Mitglieder über die Zuständigkeit der Gemeinden erneut gemeinsam beraten. «Sicher ist, dass jeder von uns dann eine Gemeinde betreuen wird», sagt Dalcher.

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Autor

Daniel Diriwaechter

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