Das kantonale Labor Zürich hat im vergangenen Jahr 19'588 Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände und Badewasserproben untersucht, wie aus dem gestern veröffentlichen Jahresbericht hervorgeht.

Die Lebensmittelinspektorate kontrollierten die Betriebe dabei neu nach einem risikobasierten Kontrollsystem. Betriebe, die das Lebensmittelrecht nicht einhalten, werden verstärkt kontrolliert. Betriebe ohne Beanstandungen werden weniger überprüft. Von den 3852 Proben von genussfertigen Lebensmitteln wie gekochte Teigwaren, Gemüse oder Desserts aus Gastronomiebetrieben musste mehr als jede fünfte beanstandet werden (834). «Diese hohe Beanstandungsquote zeigt nicht, wie schlecht es um die Hygiene in der Zürcher Gastronomie bestellt ist», heisst es im Jahresbericht. Diese zeige vielmehr, wie effektiv die risikobasierten Kontrollen sind.

Den Hitzesommer 2018 hat das kantonale Labor Zürich ebenfalls gespürt – beispielsweise bei der Untersuchung der Wasserproben aus den sehr gut ausgelasteten Freibädern. In einem Viertel der untersuchten Becken wurde ein erhöhter Harnstoffgehalt festgestellt. Harnstoff ist aus gesundheitlicher Sicht zwar unbedenklich, doch entstehen aus solchen Stickstoffverbindungen im Badewasser unerwünschte Nebenreaktionsprodukte. Bei Kontrollen von Kühltransportern zeigte sich zudem, dass bei Aussentemperaturen von 30 Grad die Kühlkette nicht immer garantiert werden kann. (og)