Zürich

Falscher Polizist knöpft 100'000 Franken von Rentnerin ab – Täter noch nicht gefasst

Die Stadtpolizei Zürich fahndet nach einem «falschen Polizisten», der eine 69-Jährige um viel Geld und Schmuck erleichterte. (Symbolbild)

Die Stadtpolizei Zürich fahndet nach einem «falschen Polizisten», der eine 69-Jährige um viel Geld und Schmuck erleichterte. (Symbolbild)

Ein Betrüger hat in Zürich mit der «Falscher Polizist»-Masche einer 69-jährigen Frau Schmuck und Bargeld im Wert von etwa 100'000 Franken abgeknöpft. Er brachte die Frau Ende November soweit, ihren Besitz einer unbekannten Person zu überreichen.

Der Hochdeutsch sprechende Mann rief das Opfer letzten Samstag an und gab sich als Mitarbeiter der Kriminalpolizei aus, wie die Stadtpolizei Zürich am Mittwoch mitteilte. Mit mehreren Telefongesprächen gelang es dem «falschen Polizisten» das Vertrauen der Frau zu gewinnen. Er gab an, ihr helfen zu wollen, da sie in den Fokus von Einbrechern gerückt sei.

Der Betrüger forderte das Opfer auf, unverzüglich sämtliches Bargeld und Wertsachen «der Polizei» zu übergeben. Der Besitz sei in Gefahr und würde zur Sicherheit durch die Polizei aufbewahrt.

Die Hartnäckigkeit und die unzähligen Telefonanrufe des Unbekannten setzten die Frau derart unter Druck, dass sie sogar eine längere Zugreise unternahm, um aus dem Schliessfach ihrer Hausbank Bargeld zu holen. Insgesamt kam es bis Montag zu zwei Übergaben, bei welchen die Frau angeblichen «zivilen Polizisten» die Wertsachen und das Bargeld überreichte.

Als weitere Anrufe seitens der Polizei ausblieben, meldete sich die Frau bei deren Einsatzzentrale, um sich über den weiteren Verlauf zu informieren. Dabei wurde sie über das Phänomen «falscher Polizist» in Kenntnis gesetzt. Detektive der Stadtpolizei haben Ermittlungen zum Tathergang und dem unbekannten Täter aufgenommen.

Stadtpolizei macht nie telefonische Geldforderungen

Die Stadtpolizei weist darauf hin, dass die Polizei nie telefonische Geldforderungen stellt. Sie warnt die Bevölkerung, Bargeld und Wertgegenstände nie unbekannte Personen zu übergeben.

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